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Der Stadtwald wird „gefegt“

Marl. Millionenwerte wachsen in Marl in die Höhe. Alle Menschen sehen das, doch „bewusst“ wird es der Stadt erst jetzt: Der Zentrale Betriebshof (ZBH) einen Wirtschaftsplan für die städtischen Wälder aufgestellt. Es geht um 312 Hektar, die mit Bäumen bestellt sind.

Zwei Punkte sind typisch für den „Stadtwald Marl“: Er besteht im Wesentlichen aus dem Ahrenbergischen Forst (westlich von Marl, vom Wesel-Datteln-Kanal bis zur Hervester Straße) und er besteht fast zur Hälfte aus Kiefern.

Diese Einseitigkeit hatte früher ihren Grund, das Holz wurde im Bergbau verwendet. Einen Wert hat die „Kiefernwüste“ dennoch: Fachleute schätzen den Holzwert auf 2,5 bis 3 Millionen Euro.

Nun soll der Erholungswald systematisch aufgebaut werden. Als erstes geht es um 24 Hektar an der Hervester Straße und an der Autobahn A52. Hier werden 1400 Festmeter Holz entfernt.

Anschließend wird wieder aufgeforstet. Insbesonder da, wo der Sturm Kyrill schon 2007 seine Spuren hinterlassen hat (wie gegenüber dem Schwatten Jans an der Dorstener Straße). Insgesamt sollen 17.000 neue Bäume gepflanzt werden (Kosten 15.500 Euro). Es sollen Buchen sein, weil die unterhalb von Kiefern nicht so einen hohen Lichtbedarf haben wie Eichen.

In den nächsten Jahren sollen jährlich rund 1000 Festmeter aus dem Stadtwald rausgenommen werden, allerdings nicht etwa als Kahlschlag („Entnutzung“). Das Konzept ist auf zehn Jahre angelegt.

Den Wald zu Geld zu machen, das lehnten die Politiker im ZBH-Ausschuss alledings ab. Trotz der dringenden Verpflichtung, möglichst alles zu tun, um die Schuldenlast der Stadt zu senken. Zu wichtig sei der Wert der Natur mit ihren üppigen Wäldern für die Bürger.

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