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Die Wege der SPD sind unergründlich

Herten. Das ist eine dicke Kröte, die Dr. Uli Paetzel, SPD-Bürgermeister Herten, am Wochenende schlucken musste. Es tagte am vergangenen Wochenende der SPD-Landes-Parteitag und wählte unter anderem seinen neuen Vorstand. Es galt, 30 Beisitzer zu wählen. Unter ihnen eigentlich auch Uli Paetzel. Doch der musste seinen Posten für Sabine Seibel aus Castrop-Rauxel räumen.

Nach offizieller Lesart ein Akt für die Frauenquote im Landesvorstand. Auf überregionaler Parteiebene habe es eine Mehrheit männlicher Kandidaten gegeben. Das habe dazu geführt, dass nicht Paetzel, sondern Seibel entsendet wurde.

Inoffiziell rumort es. Paetzel hat seine Stadt im Stärkungspakt gut positioniert. Er hat in Düsseldorf die „armen“ Städte vertreten und auch das ein oder andere Mal gegen Düsseldorf „geschossen“. Auch das könne der Grund für die Nichtentsendung des bereits als Regierungspräsident oder Minister Gehandelten gewesen sein.

Uli Paetzel hält sich vielsagend zurück. Auf Anfrage des Sonntagsblatts erklärte er nur: „Die Wege der SPD sind unergründlich.“

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