
Im Herbst 2010 zog die Verwaltung einen energischen Schlussstrich. Die Warnungen vor den alten, im Wasser stehenden Fachwerk-Konstruktionen, reichten nicht aus. Spaziergänger und Radfahrer rissen die Sperr-Bretter immer wieder ab, um den Wanderweg über die Insel zu nehmen. Die Zugänge wurden deshalb massiv verbarrikadiert.
Eine Demontage und ein neues Zusammensetzen, so rechnete die Verwaltung, ist teurer als ein Neubau. Der würde in einfachster Version 180.000 Euro kosten – dafür hat die Stadt kein Geld.
Aber sollte man diese Touristen-Attraktion aufgeben? Vor 100 Jahren galt die Loemühle, obwohl nur eine kleine Wassermühle mit Bauernkneipe, als gern besuchtes Ausflugslokal. Kahnpartieen waren möglich und die Anfänge der ersten Badeanstalt wurden gelegt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Teich zum Ausflugsziel des malerischen Loemühlenbach-Tals. Die Badeanstalt wurde in Hüls-Süd neu gebaut. 1970/71 wurden die beiden Holzbrücken errichtet, die eine direkt vom Hotel auf die Insel. 2002/03 wurde der Loemühlenteich entschlammt, das Nord- und das Südufer wurden umgestaltet und der Teichabstand zum Loemühlenweg wurde vergrößert. Unter anderem um damit „fütterungswütige“ Besucher auf Distanz zu Enten und Fischen zu halten. „Füttern verboten“-Schilder wurden durch bebilderte Hinweistafeln ersetzt.
Jetzt wird die zusammengestürzte Brücke mit schwerem Gerät aus dem Wasser geborgen. Und es kam sofort die Idee auf, vielleicht auch die zweite Brücke, bisher nur gesperrt, gleich mit zu entfernen.
Möglicherweise gibt es ja private Interessenten, die den See für sich (geschäftlich) nutzen wollen.

