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Ein Dorf will Grenzen für Größe

Dorsten. Der Ruf ist gut, die Mitgliederzahl steigt ebenso wie der Umsatz. Und doch hat der Raiffeisenverband Hohe Mark ein Problem: Die Nachbarn wehren sich gegen eine Vergrößerung des Standortes Lembeck, wo mächtige Hallen und Silos das Bild prägen.

Die Grenzen des Erträglichen seien überschritten. Es gebe viel zu viele Schwerlaster, die das Mischfutterwerk ansteuerten – und das bis spät in die Nacht, wie sich Bürger beschweren. Dabei seien die nicht nur auf der der vorgesehenen Straße („Zur Reithalle“) unterwegs sondern auch auf Wohnstraße.

Ein konkreter Bauantrag liegt im Rathaus noch nicht vor, aber im September letzten Jahres kündigte die Raiffeisen Hohe Mark eG eine Erweiterung des Mischfutterwerkes an. Zusätzlich soll hier Sauen- und Ferkelfutter hergestellt werden.

Die Verwaltung hat versucht, die Interessen des Unternehmens und der Anlieger unter einen Hut zu bringen: Die Höhenbegrenzung von 12 Metern bleibt beibehalten, aber es gibt Ausnahmen für Schornsteine, Masten oder technische Aufbauten; eine geringfügige Erweiterung soll ebenso möglich sein wie die Erstellung von Ersatzbauten.

Auf diese Weise, so die Verwaltung, sei der Bürgerantrag vom November letzten Jahres bereits in die Planung eingearbeitet. Damals wurde eine „erhebliche Wertminderung der Grundstücke und Immobilien“ erwartet, die in unmittelbarer Nachbarschaft neu gebaut bzw. aufwendig renoviert wurden.

Es werde kein Recht gebeugt, trat Baurat Lohse in der Sitzung des Planungsausschusses Befürchtungen entgegen, hier würde von Bauherrn, Verwaltung und Politik gemeinsam eine Salami-Taktik verfolgt, an dessen Ende die Genehmigung der Raiffeisen-Pläne läge.

Am Montag, 23. April, stellt die Verwaltung in Lembeck (Pfarrheim St. Laurentius, Am Pastorat 1a, 19 Uhr) die geplante Erweiterung des Michfutterwerkes vor und gibt den Bürgern die Möglichkeit, sich zur Planung zu äußern.

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