Marl. Das Steinwerk-Gelände in Hüls als möglicher Standort für eine Moschee (Marl aktuell berichtete) hat die Standort-Diskussion wieder in Gang gebracht.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Dargel hat sich mit einem Brief an Bürgermeister Werner Arndt gewandt mit der Anregung, möglichst schnell eine Informationsveranstaltung anzusetzen. Es sei „dringend erforderlich, den Dialog über den Standort in Hüls-Nord mit den Anwohnern zu führen.“ Er gehe davon aus, dass es nicht mehr beim vereinbarten Stillschweigen bleibe.
Über diese „Vertraulichkeit“ wundert sich Jörg Köper, UBP-Ratsmitglied (Unabhängige Bürger-Partei). In einem Brief an den Bürgermeister fordert er eine „transparente und nachlesbare“ Kommunalpolitik. Wie die Stadtspitze und der Bürgermeister zu neuen Moscheestandorten stehe, will Köper wissen, „vor dem Hintergrund unseres Vorwurfs der Schaffung von Parallelgesellschaften/Gegengesellschaften“. Und: „Welche Argumente bringen Sie hervor, wenn Bürger berechtigterweise Angst vor Ruhestörungen, Parkplatzmangel und der Abwertung des Wohnumfeldes sowie die Wertminderung von Immobilien durch den Bau einer Moschee haben?“

