
Dorsten. Die nach ihrem Gründer benannte Zeche Fürst Leopold, die auch durch Zeichnungen der Künstlerin Tisa von der Schulenburg bekannt ist, wurde im Jahr 2001 stillgelegt. 2008 wurden 12 Hektar an einen privaten Investor veräußert, der mit Unterstützung der RAG Montan Immobilien und der Stadt Dorsten das Konzept „Creativquartier Fürst Leopold“ entwickelte. Eine Kunstentdeckungsreise aus der Vergangenheit in die Zukunft. Die Reisebegleiter durch die verbotene Stadt sind die Künstler. Ab 23 Uhr: Abschlussparty mit allen Künstlern in der Lohnhalle. Zudem werden 3.000 Ideen (was in Zukunft auf Fürst Leopold passieren soll) in 3.000 Körben in der Waschkaue gesammelt.
Herten. Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald haben die Stadt Herten und die RAG Montan Immobilien in den letzten Jahren einen Zukunftsstandort für Wasserstoff, High-Tec und Logistik entwickelt. Seit 2009 ist der RevuePalast Ruhr hier zu Hause, und seit 2010 verbindet eine Kunstachse den Zukunftsstandort mit dem historischen Schlosspark. Mit dem Wasserstoff-Kompetenz-Zentrum h2Herten konnte 2010 ein wichtiger Baustein in der Entwicklung des Standorts eröffnet werden, der nun auch Ankerpunkt in der Route der Industriekultur ist.
Hier treffen Travestiekünstler auf Samba und Feuer – Lichtillumination und Feuerwerk auf historische Fördertürme. Das Abendprogramm auf Ewald gestaltet sich vielfältig, laut und farbenfroh. 18 bis 24 Uhr: Non-stop Live-Musik auf der Open-Air Bühn. Im Stundentakt zeigen Travestiekünstler in Stratmann´s RevuePalast Szenen aus ihrer aktuellen Show. Es gibt eine Kunstaktion der Lebenshilfe mit 750 künstlerisch gestalteten Kauenhaken. Außerdem gibt´s geführte Radtouren in den Landschaftspark Hoheward, Segway-Fahrten und Führungen durch die denkmalgeschützten Gebäude mit Einblick in neue Unternehmen u.a. ins Wasserstoffkompetenz-Zentrum h2Herten. Ein besonderes Highlight ist von 22 bis 2 Uhr die Illumination der drei historischen Fördertürme mit wechselndem Farbspiel. Zum Abschluss bespielen die Westfälischen Feuerwerker die Fördertürme mit einer musikbegleiteten pyrotechnischen Inszenierung.
Recklinghausen. Das „Museum Strom und Leben“ in Recklinghausen nimmt seine Besucher mit auf eine Zeitreise durch die Elektrizitätsgeschichte. Beispiele aus Industrie, Gewerbe und Haushalt erzählen, wie der Strom in etwas mehr als 100 Jahren das Leben vollkommen verändert hat. Eine Besonderheit des Museums sind seine vielen anfassbaren Objekte. Die Spanne reicht von den größten Plasmakugeln Europas über eine begehbare Straßenbahn bis hin zu alten Haushaltsgeräten und den schon „historischen“ Videospielen „Ping“ und „Tetris“. Mit einer E-Bike ExtraTour und dem Familienprogramm „Frühschicht“ startet das Museum Strom und Leben bereits um 16 Uhr in die Nacht der Industriekultur. Ab 18 Uhr wird das Museum dann durch dynamisch wechselnde Illuminationen im Innen-und Außenbereich beleuchtet. Von 18 bis 2 Uhr gibt´s regelmäßige Führungen, Dachbegehungen, historische Filme im Museumskino. Auch die Strandbar am Stadthafen ist mit von der Partie: Hier gibt es Live-Musik in der Lounge und in der Strandbar. Ein Mitmachprogramm lädt zum „Waschtag“ ein (bis 20 Uhr). Museumsmotive auf dem Boden markieren den Weg von der Bushaltestelle zum Museum.02365.499436 · www.infracor.de
Marl. Geisterstunde im Chemiepark -Die frühere Chemische Werke Hüls AG in Marl hat sich zu einem umfangreichen Dienstleistungs-und Produktionspark verschiedener Anbieter der chemischen Industrie gewandelt. Wer Chemie erleben und verstehen möchte, dem öffnen sich die Werkstore bei Dämmerungs-und Nachtlichtführungen. Aus der 9. Etage des ehemaligen Analytik-Hochhauses bietet sich ein überwältigender Blick auf die gigantischen Werksanlagen. Mit Bustouren können die Besucher den Chemiepark Marl erfahren und verstehen. Mit Getränken und rustikalen Snacks wird für das Wohl der Besucher gesorgt. Hier darf nicht fotografiert werden.
Waltrop. Höhepunkt eines Versuchs: Drei Menschen aus Waltrop tauschten für drei Wochen ihr Auto gegen drei Klimax 2K (dreirädriges Elektrofahrrad). In dieser Nacht berichten sie von ihren Erfahrungen. In den Jugendstilhallen der Zeche Waltrop haben sich innovative Firmen und Institutionen niedergelassen. In der Waschkaue befindet sich das Versandhaus Manufactum, im alten Trafo-Gebäude trifft sich die deutschislamische Kulturgemeinde und im historischen Magazin produziert die
Fahrradmanufaktur Hase. Das Gelände ist zudem immer wieder Schauplatz für
Kunst und Kultur sowie außergewöhnliche Events. Konzerte und Austellungen
beleben die Kathedrale der Arbeit.
Für das leibliche Wohl der Besucher sorgt Stefan Maier, der live im Magazin
kocht. Türkische Spezialitäten gibt es an der Moschee und eine Kultpommesbude
aus Waltrop zeigt, was feuertechnisch mit dem Grill zu machen ist.
Kein Geringerer als Kaiser Wilhelm II. weihte das Schiffshebewerk Henrichenburg
1899 ein. 71 Jahre lang transportierte es Frachtschiffe problemlos 14 Meter hinauf und hinunter. Der Betrieb wurde eingestellt, als nebenan ein neues Hebewerk eröffnet wurde. Heute begeistert das mit dem Europäischen Museumspreis
ausgezeichnete Museumsdenkmal in der Trägerschaft des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) nicht nur Technikfreunde: Jedes Jahr entdecken bis zu 100.000 Menschen hier die Spuren der Binnenschifffahrt. Hier gibt´s Informationen, Live-Musik Kunstaktionen. 24 bis 2 Uhr: Die Band Chris and the poor boys spielt Rock, Beat und Oldies zum Mitswingen und Mittanzen barrierefrei am Oberwasser.
Tickets gibt´s im Vorverkauf für 12, an der Tageskasse für 16 Euro. Darin enthalten sind auch Fahrpreise der Vestischen, die ebenfalls eine Extraschicht einlegen.
Infos und Tickets unter: HYPERLINK “www.extraschicht.de“ http://www.extraschicht.de oder unter: 01805.181650 (0,14 ¤/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,42 ¤/Min.)

