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Tödlicher Unfall

Dorsten/Essen. „Mein Mandant räum Fahr-beziehungsweise Bedienungsfehler ein.“ Das ist die Aussage von Gundo Golla, dem Verteidigter des 48-jährigen Lkw-Fahrers, der im Sommer letzten Jahres auf der A 31 in Höhe der Ausfahrt Schermbeck ungebremst in ein Stauende fuhr und damit einen schrecklichen Unfall verursachte (das Sonntagsblatt berichtete).

Der Lkw selber schwieg beim Prozessauftakt in dieser Woche vor dem Landgericht Essen, wo er sich wegen fahrlässiger Tötung in drei Fälle und sechsfacher fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten hat. Er habe das neue Fahrzeug nicht beherrscht, den Tempomaten nicht ausgeschaltet bekommen und zunächst das Gas-und das Bremspedal verwechselt.

Er selber überstand den Unfall in seiner Fahrerkabine fast völlig unverletzt. Warum er nicht abbremste, blieb im Prozess unklar. Der Sachverständige erläuterte, Peter T. habe freie Sicht auf das Stauende gehabt und genug Zeit zum Abbremsen. Oder er hätte auch die freie Standspur ausweichen können. Doch der Angeklagte schwieg und wirkte auf die Zuhörer wie unbeteiligt.

Vor dem Urteil hielten der Staatsanwalt, zwei Nebenklage-Anwälte und der Verteidiger ihr Plädoyer.

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