
Kein Grund, sich die Ohren zu zu halten: Schlatge, Hussein und Klara albern ausgelassen herum. Foto: Artschwager
Datteln (art). Darauf hat der kleine Hussein überhaupt keine Lust. Und lustig findet das der Fünfjährige erst recht nicht. Kopfschüttelnd verschränkt er die Arme, wirft sich auf das Bett und schmollt. Doch die Clowns Klara und Schlatge geben so schnell nicht auf: Schnell stimmen sie noch ein Lied an – Hussein guckt weg – dann ein anderes – und das Eis ist gebrochen.
Klara und Schlatge machen an diesem Tag die Clownsvisite in der Vestischen Kinderklinik. Sie kommen vom gleichnamigen Verein und geben drei Stunden lang alles, was man als Clown so geben kann. „Clowns müssen ja nicht unbedingt lustig sein“, gibt Schlatge zu verstehen. Klar: Viele der kleinen Patienten sind auch gar nicht zu ausgelassener Stimmung aufgelegt. „Man muss da mit sehr viel Fingerspitzengefühl dran gehen. Man weiß nie, was einen erwartet“, erklärt Klara.
Seit 2002 gibt es den Verein, der sich fast ausschließlich aus Spenden (etwa von der RWE) finanziert. 13 Clowns besuchen insgesamt 17 Einrichtungen in Ruhrgebiet und Münsterland. Darunter auch Seniorenheime.
Hussein strahlt jetzt über beide Ohren. Er gluckst und springt auf seinem Bett herum – besonders Schlatges Ukulele hat es ihm angetan.
Hussein darf heute nach Hause. Höflich verabschieden sich die Clowns und klopfen beim nächsten Zimmer, ohne zu wissen, was sie dieses Mal erwartet …
Infos: www.clownsvisite.de

