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Für zwei Brücken steht der Abriss schon fest

Dorsten. Das Verkehrskonzept der „Neuen Stadt Wulfen“ war einst eine der großen und bewunderten Errungenschaften des Stadtteils. Die Begeisterung für die Trennung von Fuß-und Autowegen ist geblieben. Doch die Umstände haben sich gewaltig geändert: Drei Brücken sind eigentlich abbruchreif (das Sonntagsblatt berichtete) und das Straßennetz ist in Teilen erheblich überdimensioniert.

Der neueste Stand der Misere:

Die Brücke über den Wittenberger Damm (im Zuge des Napoleonsweges muss nächstes Jahr für 160.000 Euro neu gebaut werden. Sie ist derzeit zur Stützen gesichert.

Die Brücke über die Dimker Allee ist bereits gesperrt und soll schnellstmöglich abgerissen werden.

Die Brücke über den Wittenberger wird derzeit noch untersucht, danach wird entschieden: Sanierung oder Abriss.

Der Bauausschuss drängte auf der Beibehaltung des Brückenkonzeptes. Allerdings hat die Stadt kein Geld, um neue Brücken zu bauen.

Die Brücken führen über überbreite Fahrbahnen. An der Braunfelder Allee erklärte Bürgermeister Lambert Lütkenhorst bei einem Rundgang mit Bürgern Überlegungen zum Rückbau auf zwei Spuren. Auf diese Weise erledige sich auch teilweise die Beseitigung von Straßenschäden. Der aufgegebene Straßenstreifen könnte in Grün umgewandelt werden – oder an angrenzende Grundstücksbesitzer verkauft werden.

Auch SPD und CDU mischen sich in die Verkehrsproblematik ein und stänkern gegeneinander. Die CDU ärgert sich, dass die beiden stellvertretenden Wulfener SPD-Vorsitzenden mit dem Schild „Barkenberg 21“ polemisiert hätten. Die CDU dagegen stelle sich den Herausforderungen „im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stadt“. Der SPD wirft sie vor, mit dem „Betroffenheitsgequatsche“ die Probleme nicht lösen zu können.

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