Dorsten. Ein entlaufener Straußenvogel hat am Nachmittag in Dorsten für Aufregung gesorgt. Das zwei bis drei Jahre alte Tier war von einem Privatgehege entwichen und stand plötzlich auf dem Gehweg an der Marienstraße.
Passanten alarmierten die Polizei, die wiederum die Feuerwehr hinzurief. Zunächst wurde der Emu von den Beamten und Helfern mit Seilen umzingelt. Der anschließenden Festnahme versuchte das Tier sich jedoch zu entziehen, konnte aber an der Flucht gehindert werden.
Gemeinsam mit dem Besitzer und einigen Helfern war es gelungen den Großvogel wieder einzufangen und am Boden zu fixieren. Das Tier wehrte sich mit allen Kräften und ließ dabei einige Federn. Mit vielen Händen wurde er auf ein Tragetuch der Feuerwehr gepackt und zurück zu seiner Wiese getragen. Zuvor wurden ihm noch die Augen mit einer Haube zugehängt, damit er sich beruhigen kann.
Auf der heimatlichen Wiese angekommen, machte sich der freigelassene Emu Luft und stolzierte in dem Gehege herum. Dann gab es erst einmal Futter, was dem Vogel nach dem spannenden Ausflug augenscheinlich gut schmeckte.
Der Besitzer des Tieres, Rainer Altevogt, hatte erst vor gut vier Wochen zwei Emus durch Zufall bekommen. Der Vorbesitzer konnte die Tiere nicht mehr halten und da hatte Altevogt die Emus in seinem Gehege aufgenommen. „Ich werde jetzt sofort den Zaun verstärken, damit so etwas nicht noch einmal passiert“, so Altevogt. „Die Vögel sind eigentlich ganz lieb und zutraulich“.
Fotos: Schulmann/Bludau (3)

