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Kämpfen und arbeiten in Haltern

Haltern. Vor fast 2000 Jahren haben Arminius und seine Mitstreiter die Römer aus Germanien vertrieben. Jetzt kommen sie in friedlicher Absicht zurück: Bei den „Römertagen“, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) heute und morgen auf dem Gelände des Römermuseums feiert.

„Zahlreiche Römer- und Germanengruppen zeigen auch in diesem Jahr wieder, wie man um Christi Geburt an der Lippe lebte, arbeitete und kämpfte“, so Museumsleiter Dr. Rudolf Aßkamp.

Der originalgetreue Nachbau eines römischen Kriegsschiffes macht während der Römertage auf dem Halterner Stausee fest. Fachkundige „Römer“ in originalgetreuer Kleidung führen die 16 Meter lange und fast drei Meter breite „Viktoria“. Erwachsene, die mitrudern möchten, können eine Ruderberechtigung buchen (drei Euro an der Museumskasse).

Römergruppen führen rund um das Museum an der Weseler Straße am Samstag bis 19 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr Exerzierübungen, Geschütze, Truppenparaden und römisches Handwerk vor. Den Schwerpunkt bildet die „I. Römercohorte Opladen“. Die Männer um Vereinschef Klaus Schwab haben es sich zur Aufgabe gemacht, das beschwerliche Leben der Legionäre so authentisch wie möglich nachzustellen. Auf dem Gelände vor dem Museum schlagen sie ihr Lager auf, mit dabei ist auch ein Feldherrnzelt samt kompletter Ausstattung. Im Küchenzelt bieten sie Kostproben römischer Speisen und Getränke in authentischem Ambiente.

Die Germanen sind vertreten durch „Ars Replica“, einen Verein für lebendige Archäologie aus Mainz, und die Gruppe um Norbert Reuther aus Bochum. In einem Zeltdorf zeigen sie Haus- und Handwerk wie Spinnen, Weben, Holz- und Lederbearbeitung sowie den Umgang mit Pfeil und Bogen.

Ein umfangreiches Mitmach-Angebot haben auch in diesem Jahr die Museumspädagoginnen des LWL-Römermuseums zusammengestellt. Die Besucher haben die Möglichkeit, römische Kleidung anzuprobieren oder in eine Legionärsrüstung zu schlüpfen, um am eigenen Leib zu erfahren, wie schwer ein Legionär zu tragen hatte. Kinder können wie ihre Altersgenossen im antiken Rom bei beliebten Nüssespielen oder beim Würfeln mit Tierknöchelchen Punkte sammeln, Rundmühle spielen, Münzen prägen, Korn zu Mehl mahlen, einen eigenen Römerhelm anfertigen oder einen Beutel für Spielsteine basteln.

Neu ist auch ein Mitmach-Quiz des Vereins der Freunde und Förderer des Museums. Acht Fragen gilt es zu lösen. Die Aufgaben führen die Besucher spielerisch durch das Museum, den erfolgreichen Rätselfreunden winken in einer Verlosung attraktive Preise.

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