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So genießt das Vest den Super-Sommer

Vest (kk). Der Jahrhundertsommer hat die Menschen in Scharen in die Freibäder getrieben. Da strahlte nicht nur die Sonne, auch die Betreiber sind hoch zufrieden. Das Sonntagsblatt zieht eine Zwischenbilanz.

Insgesamt sprechen alle von „sehr erfreulichen Besucherzahlen“ und wünschen sich noch mehr schöne Badetage in diesem Jahr. Besondere Vorkommnissen konnten aber in keinem der befragten Bäder verzeichnet werden.

Heinz Bußmann vom Fachbereich Schule und Sport der Stadt Recklinghausen spricht von einer Verdoppelung der Besucherzahl in den Monaten Mai bis Juli im Vergleich zum Vorjahr. 119.619 Besucher strömten alleine in diesen drei Monaten in die Freibäder Mollbeck, Südbad und Naturfreibad Suderwich.

„Besonders erfreulich sind die stetig wachsenden Zahlen von Besuchern des Naturfreibad Suderwich“, so Bußmann. Dabei handelt es sich um ein kleines Freibad im Stil der 50er Jahre. Geschätzt werde dieses Bad, das seit langen nicht mehr als Geheimtipp gilt, vor allem von Familien mit Kindern. Heinz Bußmann: „Kinder können dort im Wasser und an Land spielen, ohne den Gefahren in anderen überfüllten Bädern ausgesetzt zu sein“. Obwohl das Suderwicher Freibad ohne jegliche Attraktion ist, mögen die Besucher offensichtlich das aus Grund- und Regenwasser zusammengesetzte naturtrübe Wasser.

Trotz des großen Andrangs gab es auch in Reklinghausen keine außergewöhnlichen Vorkommnisse, freut sich der Fachbereichsmitarbeiter. Einzig die Anzahl von Streitigkeiten nehme gerade an Tagen mit schwülem Wetter zu.

Für das Seebad Haltern war der bisherige Sommer nicht außergewöhnlich, aber trotzdem erfreulich. Die Besucherzahlen haben die 50.000 aus dem Jahr 2009 fast erreicht. Die Hoffnung ruht auf dem Wetter der kommenden Wochen und den letzten Ferienwochen, die möglicherweise noch einen weiteren Aufschwung bringen.

Nach Auskunft von Sabine Vogelsang von den Stadtwerken Haltern am See, Assistentin im Bereich Bäder, war der Juli für das Aquarell in Haltern ein Super-Monat mit 27.500 Badegästen. Von Saisonbeginn am 22. Mai bis Juli konnte das Bad insgesamt 43.743 Besucher verzeichnen, im Vergleich dazu im ganzen Jahr 2009 waren es lediglich 49.650 Badegäste.

Das Freibad Backum in Herten erlebte einen sehr guten Saisonstart: Wie das Aquarell in Haltern konnte das Hertener Bad einen enormen Besucherzuwachs verbuchen.

Kerstin Walberg von den Hertener Stadtwerken, die das Bad betreiben, suchten seit Januar bis zum 3. August 43.600 Besucher Abkühlung im Wasser. Das sind „jetzt schon mehr als im Vorjahr“, in dem das gesamte Jahr 42.700 Schwimmer anlockte.

Im Atlantis in Dorsten werden die Besucherzahlen des Frei- und Hallenbades zusammengefasst. Das ergibt den üblichen Jahresdurchschnitt von cirka 400.000. Während der Fußball-Weltmeisterschaft verzeichnete das Bad allerdings einen Besucherrückgang, trotz einer eigens aufgestellten Großbildleinwand. Sandra Rother, Mitarbeiterin in der Marketingabteilung, kann erfreut berichten, dass mit dem Start in das Ferienprogramm am 15. Juli zahlreiche Veranstaltungen die Besucher wieder vermehrt ins Atlantis locken.

Die folgenden Bäder können noch keine genauen Besucherzahlen nennen, da sie erst zum Ende der Saison zusammengestellt werden. Der Marler Badeweiher am Chemiepark verzeichnet, so Volker Hilbt, Pressesprecher der Infracor im Chemiepark Marl, Besucherzahlen „weit über den der Vorjahre“. Das Freibad in Marl-Hüls wünscht sich laut Dirk Henning (1. Vorsitzende des Schwimmvereins Freibad Hüls) noch einige gute Tage um die eigenen Erwartungen in diesem Jahr erreichen zu können. Und auch das Guido-Heiland-Bad in Alt-Marl konnte auf Grund eines Computerausfalls keine Zahlen nennen.

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