Marl. Für das Projekt „Soziale Stadt Hüls-Süd“ gibt es keine Blockade mehr, sondern einen Lösungsweg: Abspecken. Sozialdezernentin Dr. Barbara Duka gab jetzt das Ergebnis der Verhandlungen mit der Bezirksregierung bekannt: Von den bislang geplanten 7,4 Millionen Euro sollen 1,1 Millionen eingespart werden. Und die Verwaltung sieht auch Chancen dafür.
„Soziale Stadt Hüls-Süd“ ist die Überschrift über den Abriss von drei Hochhäusern und den Bau von mehr als 100 neuen Wohnungen (Beginn bereits erfolgt), die Erneuerung des gesamten Grünbereiches, aber auch einer Fülle von Projekten, die alle mithelfen sollen, die soziale Schieflage im Ortsteil zurechtzurücken.
Im vergangenen Jahr noch hatte der Regierungspräsident das Projekt gelobt und seine Hilfe zugesagt. Seitdem beklagten sich Verwaltung und Politiker, dass keine Gelder freigegeben würden. Marl erhält zwar einen 90-prozentigen Landeszuschuss, doch weil die Stadt hoch verschuldet ist, waren die eigenen 10 Prozent auf Eis gelegt worden.
Nunmehr also die Lösung. Die Sozialdezernentin betonte, es werde keine Kürzungen bei den bereits begonnenen Projekten geben. Man werde aber auf vier oder fünf Projekte verzichten müssen, die im kommenden Jahr beginnen sollten, die aber auch Überschneidungen mit anderen Vorhaben beinhalteten.

