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Der Fahrrad-Dreiklang: Kette, Speiche, Luft

Marl. Es geht um Kette, Speiche, Luft. Und um mehr. Zum 19. Mal veranstaltet der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) Vest Recklinghausen am 18. April den Marler Fahrradtag. Zum zweiten Mal auf dem Brasserter Freizeitgelände, zum ersten Mal ganz alleine.

3000 Besucher erwartet der ADFC wieder direkt neben seiner Geschäftsstelle (Brassertstraße 112), genauso viele wie im Vorjahr. Sechs Stunden lang (11 bis 17 Uhr) gibt es einen Gebrauchtmarkt und Tourenberatung, Codierung und Versteigerung, für die Kinder außerdem ein eigenes Programm und eine Hüpfburg.

Früher ergänzten sich die Stadtverwaltung und der Fahrradclub in einer gemeinsamen Veranstaltung vor den Toren des Chemieparks. Doch im vergangenen Jahr gab es die Trennung. Dem Fahrradclub war die Kostensteigerung für den Platz zu hoch, stattdessen zog man sich auf das Brasserter Freizeitgelände zurück. Die Stadt nahm den Veranstaltungsnamen „Marler Fahrradtag“ mit und lud auf die Forumsplatte neben dem Einkaufszentrum Marler Stern ein – die einzige bemerkenswerte Veranstaltung, die bisher an diesem Ort stattgefunden hat. Dabei war er eigens mit großem finanziellem Aufwand zum Feier-Platz ausgebaut worden und sollte das Gegenstück zum Creiler Platz bilden.

In diesem Jahr verabschiedet sich die Verwaltung wieder von ihrem Alleingang. Sie hat kein Geld für solche Angebote. Stattdessen darf der ADFC den Namen „Marler Fahrradtag“ fortführen, erstmals unter dem gerade erst gewählten neuen Vorsitzenden Paul Lipp.

Der hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit Bürgermeister Werner Arndt. Landrat Cay Süberkrüb hat bereits zugesagt, er kommt möglicherweise auch mit dem Rad vorbei. Schließlich ist er seit langem aktives Vereinsmitglied.

Trotz allen Wohlwollens sind die Radler nicht sorgenfrei. Noch in diesem Monat sollen alle Einrichtungen des Zentralen Betriebshofes am neuen Standort Zechenstraße zusammengezogen werden. Dann würde auch Platz am Eingangsbereich der alten Zeche Brassert frei. Sollte die Stadt dieses „Filetstück“ an einen Investor verkaufen, müssten der ADFC seine Geschäftsstelle räumen. Kurzfristig ist damit aber nicht zu rechnen, so ADFC-Geschäftsstellenleiter Rupert Seth. Auf jeden Fall werde man aber in Marl bleiben.

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