Schermbeck. Das schwächelnde Hallenbad könnte langfristig genesen. Ein Trägerverein soll die Basis schaffen und das Bad weiterführen. Die Gemeindeverwaltung steht dem aufgeschlossen gegenüber: „Möglicherweise denkbar“.
Die Initiatoren, an der Spitze die Schwimmabteilung des SV Schermbeck, haben sich wirtschaftlich geprägten Sachverstand an die Seite geholt: Die Verbandssparkasse wie auch die Volksbank haben sich bereit erklärt, beim Erhalt des Bades helfen zu wollen.
Wie das aussehen könnte, hat der Schwimmverein schon mal überschlagen: Bislang zahlt die Gemeinde jährlich 370.000 Euro Zuschuss, künftig sollen es nur noch 250.000 sein – also 120.000 weniger. In Wirklichkeit will man mit 50.000 Euro jährlich auskommen, weil der Trägerverein seine Beiträge über Sponsoren einbringen will.
200.000 Euro könnten jährlich zur Seite gelegt werden, macht in sieben Jahren 1,4 Millionen Euro. Mit diesem Geld will man die Sanierung bewältigen, deren Kosten ein Gutachter auf 2,5 Millionen Euro geschätzt hat. Zu den Eigenmitteln kämen auch noch die Eigenleistungen des Trägervereins. Außerdem sollen die Arbeiten zeitlich gestreckt werden.
Erster Schritt für die Realisierung ist die Grünung eben dieses Vereins. Kandidaten für die Vorstandsarbeit seien bereits gefunden, so Heinz Pawlik, zweiter Vorsitzender der Schwimmabteilung des SV Schermbeck. Er sieht nicht nur einen großen Rückhalt in der Bevölkerung sondern auch die einmütige Unterstützung durch die Politik.
Mit Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter und mit Kämmerer Günter Hoppius habe man bereits gesprochen, sie wollen mit an einer Lösung arbeiten. Denn noch steht kein klares Konzept.
Das wird der Trägerverein erarbeiten, der am 27. April um 20 Uhr im Ramirez (Maassenstraße) gegründet werden soll.

