
Haltern (rk). Es stand in der Nähe der Sixtuskirche, aber „wann das alte Fachwerkhaus am Blombrink 2 gebaut wurde, ist nicht mehr feststellbar“, so Franz Luermann, Heimatforscher aus Haltern. Da habe nach seinen Unterlagen 1806 eine Familie Lewe gewohnt, anschließende die Witwe Schäpers.
Die weiter aufgeführten Bewohner waren danach ab 1890 der Maurer Peter Schäpers, dann der Anstreicher Franz Strickling bis 1902. Ihm folgte der Platzmeister Anton Böhmer. „Dann tauchte im ersten Adressbuch 1931 der Name Hermann Marwitz 1931 erstmalig auf. Der war von Beruf Lehrer und ehrenamtlich bestellter Schiedsmann bei der Stadt Haltern“, fand Franz Luermann heraus.
Letztmalig sei dann 1949 das Anstreichergeschäft Josef Marwitz registriert worden. „Das war ein Schulkollege von mir. Wir besuchten die Rektoratsschule, das war ein Progymnasium. Abitur konnte man damals noch nicht machen.“ Dieses sei nur in Dülmen möglich gewesen. „Dann ist zuletzt im Adressbuch 1992 der Name Hermann Marwitz aufgeführt.“
Halterns Pressesprecher Georg Bockey konnte noch etwas zur jüngsten Vergangenheit des Gebäudes sagen: „Das Haus am Blombrink 2 ist im Jahre 2006 abgerissen worden. Im März wurde der Abriss genehmigt, im Dezember war die Schlussabnahme.“
August Philipps erklärte, dass sein Sohn Tim Philipps der letzte Eigentümer des alten Fachwerkhauses gewesen sei. Er errichtete dort ein neues Haus. „Dort wohnen jetzt zwei Familien.“
Der Straßenname Blombrink stammt übrigens aus dem Jahre 1931. Nach dem „Halterner Straßennamen-Lexikon“ von Franz Luermann hieß die Straße zunächst seit 1892 Blumenring, ab 1899 dann Blomering.

