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Zweimal geschlagen macht 78 Monate

Dorsten. Zweimal zugeschlagen, sechseinhalb Jahre Gefängnis. Das Landgericht Essen hat einen 27-jährigen Dorstener verurteilt, der sich mit einer Fülle von Ausreden aus seinen Taten winden wollte.

Der Mann hatte Mitte Juni 2009 auf einer Straße in der Nähe der Innenstadt nachts einen Passanten um Geld gefragt (das Sonntagsblatt berichtete). Als er kein Geld bekam, erhielt er mit einem Schlagring einen Schlag ins Gesicht und ging zu Boden.

Kurze Zeit später sprach der 27-Jährige auf einem Trampelpfad in der Nähe einen anderen Mann an. Auch er erhielt einen Schlag ins Gesicht, sein Kieferbruch musste im Krankenhaus behandelt werden. Der Täter nahm Handy, Zigaretten und eine Geldbörse mit 20 Euro.

Vor Gericht erklärte er mal, er sei provoziert worden, dann bestritt er, mit einem Schlagring zugeschlagen zu haben. Die Raubabsicht bestritt er, seine Tat sah er vor dem Hintergrund, dass er vorher fünf Flaschen Bier und eine Flasche Wodka getrunken habe – was selbst sein Verteidiger nicht glauben mochte.

Der Staatsanwalt plädierte auf eine siebenjährige Haftstrafe, der Verteidiger hielt drei Jahre für ausreichend, weil es sich aus seiner Sicht nur um einen minderschweren Fall gehandelt habe.

Das Gericht sah bei dem Angeklagten keine Reue, er habe nur Angst vor der Strafe gehabt.

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