Marl. Die frühere Marienschule hat doch noch eine Zukunft: Nicht als Schule, sondern als Wohngebäude. Im Sommer erst schien ein Umbau an rechtlichen Hürden zu scheitern (Marl Aktuell berichtete). Jetzt gibt es eine neue Chance: Weil sich ein Rechtsstreit in der Nachbarschaft bis zur Ex-Schulfläche hin auswirken wird.
Die CDU hat ein weiteres Mal darauf gedrängt, dass das Grundstück (5000 Quadratmeter) und die Ex-Schule endlich vermarktet werden. Dabei kann es nicht in erster Linie um Geld gehen. Zuletzt, so die Verwaltung im Bauausschuss, sei es um 80.000 Euro gegangen – doch ein Verkauf kam trotzdem nicht zustande.
Der Käufer wollte im Gebäude vier Eigentums-Wohnungen einrichten, dafür wollte er Balkone und Dachgauben haben. Doch solche Veränderungen wären ohne Bebauungsplan nicht möglich gewesen.
Mittlerweile läuft ein Rechtsstreit, bei dem es um den Bestandsschutz eines Bauernhofes geht. Daraus könnte abgeleitet werden, ob man schließlich die Schule verändern oder sogar abreißen darf. Noch in diesem Frühjahr könnte die Entscheidung fallen.
Es könnte allerdings sein, dass der Standort neben der Kreuzung Langehegge/Recklinghäuser Straße auch einmal Nachteile bringt: Die Recklinghäuser Straße (B 225) ist als Zubringer zur neuen Kreuzung mit der Autobahn A 43 im Gespräch. Das könnte ein erhöhtes Verkehrsaufkommen bedeuten – und am Ende zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen für das Gebäude notwendig machen.

