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Keine Wende im Brandstifter-Prozess

Schermbeck (eib). Ein 33-jähriger Häftling sollte Schermbeck Brandstifter-Prozess die entscheidende Wende bringen. Doch er erklärte lediglich: „Ich habe nichts zu sagen!“

Seit Jahresbeginn geht es vor dem Landgericht Duisburg um den Brand beim Schermbecker Ei-Produzenten Reinken zu Ostern 2003. Das Gericht wirft einem 69-Jährigen die Brandstiftung und dem damaligen 38-jährigen Firmeninhaber die Anstiftung vor

Am sechsten Verhandlungstag sollte ein 33-Jähriger, der zurzeit wegen des Anbaus von Drogen im Gefängnis sitzt, die Wende bringen. Der Anwalt des 69-Jährigen hatte ihn benannt: Der Mann habe bei einem Hofrundgang gesagt, der Angeklagte sei unschuldig, er kenne den wahren Täter. Doch im Prozess kam es anders. Seine Aussage: „Ich habe nicht zu sagen.“

Hintergrund des plötzlichen Sinneswandels soll angeblich eine Forderung von 35.000 Euro sein. Doch davon wollte er vor Gericht nichts wissen.

Der damalige Juniorchef der Schermbecker Eierfabrik hielt sich auch an diesem Verhandlungstag zurück. Er hatte bereits eingeräumt, den Brand in Auftrag gegeben zu haben, um die Versicherungssumme zu kassieren.

Die sollte damals bei 10 Millionen Euro liegen, die Versicherung zahlte zwei Jahre später 1,16 Millionen. Der ältere der beiden Angeklagten ist bereits zu 39 Monaten Haft verurteilt worden, weil er den Firmeninhaber erpresst hatte, ihm 600.000 Euro für die Tat zu geben. Dagegen hat er Revision eingelegt.

Der Prozess geht am 10. März weiter.

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