Marl (eib). Am kommenden Mittwoch beginnt vor dem Landgericht Essen der Prozess gegen den Hamburger, der im letzten Sommer eine 39-jährige Marlerin mit 26 Stichen ermordet haben soll. Die beiden hatten sich beim Chatten im Internet kennengelernt.
Der 27-jährige Christian G. war mit dem Zug nach Marl gefahren, hatte die Nacht mit der Marlerin verbracht. Dann habe sie von ihm 500 Euro verlangt, sonst werde sie ihn wegen Vergewaltigung anzeigen. Die Leiche der Frau wurde an der Halterner Straße in Sinsen gefunden.
Der Hamburger ist außerdem angeklagt, zwei Wochen vor der Marler Tat eine Frau in Stade ermordet zu haben, die er ebenfalls beim Chatten kennengelernt hatte. Die Leiche der Frau war allerdings so stark verwest, dass die Todesursache nicht mehr festgestellt werden konnte. Der Angeklagte hat sich dazu nicht geäußert.
Auch von einem Psychiater hat er sich nicht begutachten lassen. Der wird nun seine Stellungnahme aufgrund der Verhandlung – sie ist auf 14 Tage angesetzt – erstellen. Mit einem Urteil wird Anfang April gerechnet. Dem Angeklagten droht eine lebenslange Freiheitsstrafe.

