
Dorsten (red). Der 54-jährige Hans Peter Dahms steht seit Samstag Abend vor dem Nichts. Nachdem sein Haus in Dorsten-Hervest an der Marxstraße in hellen Flammen stand und bis auf die Grundmauern abbrannte, verbrachte er eine schlaflose Nacht bei Verwandten. Fassungslos steht er am Sonntag Morgen erneut vor den Resten seines Heimes. Ihm ist nichts mehr geblieben. Auch darf er vorerst das Haus nicht betreten.
Auch einige Nachbarn mussten ihre angrenzenden Häuser räumen, die von den übergreifenden Flammen schwer beschädigt wurden.
Am Samstag (3. Januar 2009) brannte das Haus in der Marxstraße gegen 20 Uhr in voller Ausdehnung. Hans Peter Dahms hatte sein Haus gerade mal für eine Stunde verlassen, als bereits die Flammen aus den Fenstern schlugen. Sofort wurde von der Feuerwehr ein umfassender Löschangriff aufgebaut. Mit Wasser aus mehreren Rohren wurden die Flammen, die meterhoch aus dem Gebäude schlugen, bekämpft.
Neben der hauptamtlichen Wache, waren die Löschzüge Hervest 1, Hervest Dorf, Wulfen und Holsterhausen im Einsatz. Zur Unterstützung wurde der Atemschutz Container aus Datteln zur Einsatzstelle beordert. Als das Feuer auf das angrenzende Reihenhaus übergriff, mussten dessen Bewohner und die Bewohner von zwei weiteren Häusern ihre Bleibe verlassen. Sie konnten bei Bekannten unterkommen.
„Um die Nachbargebäude zu schützen wurde eine Riegelstellung aufgebaut“, erläuterte Andreas Fischer, Leiter der Feuerwehr Dorsten. Mit Hilfe zweier Drehleitern wurde die Dachhaut aufgenommen, um an versteckte Brandnester zu gelangen.
Einsatzkräfte, die bei Temperaturen unter Null Grad vom Löschwasser durchnässt waren, wurden umgehend abgelöst. Die Marxstraße musste für die Zeit der Löscharbeiten zwischen der Burgsdorfstraße und der Halterner Straße gesperrt werden. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.
Erst im August des letzten Jahres brannte nur wenige Meter weiter, ebenfalls ein Wohnhaus in voller Ausdehnung. Auch damals wurde das Gebäude komplett zerstört.

Helle Flammen schlugen Samstag Abend aus Fenstern und dem Dach – Hier konnte die Feuerwehr nichts mehr retten.


Nur eine Ruine ist von Hans Peter Dahms Haus geblieben. Fotos: Bludau

