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Dorstener kämpft für das Sozialticket

Dorsten. Dorstens Bürgermeisterkandidat der SPD und Grünen Hans-Udo Schneider kritisiert Mehrheitsbeschluss im Verkehrsverbund. „Dies ist ein durchsichtiges Manöver der CDU-Fraktion im Verwaltungsrat des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, um die Einführung eines Sozialtickets für Fahrgäste mit niedrigem Einkommen unmöglich zu machen.“ Die CDU hat beschlossen, das bisherige Modell der Großkundenrabatte auf den Prüfstand zu stellen. Das Ziel ist, Neu-Kunden künftig von diesen Rabatten auszuschließen, um Kosten zu sparen. Inzwischen hat der VRR es den angeschlossenen Verkehrsverbänden sogar vorläufig untersagt, Städten einen Preisnachlass von 16 Prozent für Sozialtickets zu gewähren.

Über Großkundenrabatte wäre es den Kommunen aber möglich, nahezu kostendeckend das Sozialticket einzuführen. Ohne diesen Rabatt sei das nicht möglich. Hans-Udo Schneider hält den vom VRR eingeschlagenen Weg daher für falsch: „Trickreich versucht die CDU über den VRR das Sozialticket zu verhindern.“ Er warnt darüber hinaus vor den Folgen einer möglichen Abschaffung des Rabattsystems für neue Großkunden. Aus ökologischen und verkehrspolitischen Gründen sei es zwingend notwendig, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für möglichst viele Menschen attraktiv zu machen. „Der CDU-Vorstoß macht den ÖPNV für viele teurer und schließt arme Menschen aus. Das ist der falsche Weg“, findet der rot-grüne Bürgermeisterkandidat klare Worte.

Hans-Udo Schneider kennt aus seinem beruflichen Alltag als Industrie-und Sozialpfarrer die ganz praktischen Probleme eines Arbeitslosen. Da kann selbst die Fahrt zu einem Vorstellungsgespräch unerschwinglich sein. „Der Regelsatz des so genannten Arbeitslosengeld 2 reicht hinten und vorne nicht, da fehlt es auch an Geld für eine Fahrkarte”, weiß Hans Udo-Schneider. Seine Schlussfolgerung: „Wer Menschen in Arbeit bringen will, muss ihnen auch die Mobilität dazu ermöglichen.“

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