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Die Allee wächst und wächst

Gleich geht's los. Die Spaten sind verteilt, Oberförster i.R. Bruno Oelmann, Vertreter von „Wir für Wald und Wild“ gibt noch letzte Instruktionen. Foto: Sonderkamp

Vest (rs). Quer durch die Haard verläuft ein uralter Verkehrsweg, der seit Menschengedenken die Ortschaften Ahsen und Oer miteinander verbindet, die Ahsener Allee. Früher war diese Strecke von schönen Birken gesäumt, daher „Allee“. Die Interessengemeinschaft „Wir für Wald und Wild“ hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Zustand wieder herzustellen.

Schon bei den Haard-Holz-Tagen im August waren zehn junge Birken gepflanzt worden, das Bäumchen für 25 Euro. Seitdem gab es weitere Spenden, so dass nun weitere 48 Birken gesetzt werden konnten.

Zur gemeinsamen Pflanz-Aktion kamen viele Spender mit Kind und Kegel, den Spaten im Kofferraum. Um das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden, gab es anschließend Brezeln, Glückwein und Grillwürstchen am wärmenden Lagerfeuer. Unter allen Spendern wurde eine Motorsäge verlost, wobei das Glückslos auf den Dattelner Hubertus Meier fiel. „Die kommt gerade zur rechten Zeit“, freute sich der Glückliche.

Um den traditionsreichen Verkehrsweg durch die Haard dort, wo die Bepflanzung es zulässt, wieder zu einer echten Allee herauszuputzen, werden etwa 425 Birken benötigt, schätzt Oberförster i. R. Bruno Oelmann, Vorsitzender der Interessengemeinschaft. Und er ist zuversichtlich, diese Zahl zu erreichen. Denn laufend gehen weitere Baumspenden ein. Oelmann: „Nach dem schönen Beitrag im Sonntagsblatt haben sich allein zehn Spender gemeldet.“

Die gemeinsame Pflanzaktion soll deshalb jährlich wiederholt werden, jeweils am letzten Freitag im November, und zwar so lange, bis die Allee vollendet ist. Dann wird das kleine eiszeitliche Waldgebirge Haard um eine Attraktion reicher sein, woran nicht nur die Haard-Städte Datteln, Haltern, Marl und Oer-Erkenschwick ihre Freude haben werden, sondern auch viele Wanderer aus Nah und Fern.

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