Vest. Die „AusbildungsPaten im Kreis Recklinghausen“ sind die Gewinner des Ideen-und Initiativenpreises der Heinrich-Böll-Stiftung „Der Heinrich“. Im Rahmen des Böll-Forums in Dortmund wurden die Paten durch den Vizepräsidenten des Landtags, Oliver Keymis, für ihr außergewöhnliches Engagement im Bereich des Übergangs Schule/Beruf geehrt. Eine Lehrstelle zu erhalten und auch zu behalten, wurde durch die Ausbildungspatenschaften maßgeblich erleichtert.
Keymis: „Und auch die Zahlen sprechen eine verlockende Sprache: 57 Paten betreuen aktuell 84 Jugendliche. 50 weitere Paten warten auf Einsatz“. Hervorzuheben sind Fortbildungsmöglichkeiten für die Paten selbst, die bei Konfrontation mit Problemfällen durch professionelle Hilfe unterstützt werden. Entscheidend war für die Jury die Übertragbarkeit des Modells.
„Aus vielen Nöten wurden Tugenden gemacht. Statt auf Großförderer und den Staat zu hoffen und zu warten, wurde ein regionales Netz gesucht und mitgeknüpft“, so der Landtagsvizepräsident. Mit einfachen Mitteln und niedrigem Budget gelang es den Recklinghäusern ein umfangreiches Netzwerk zu bilden, das in Castrop-Rauxel, Datteln, Dorsten, Haltern, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick, Recklinghausen und Waltrop aktiv Patenschaften initiiert und fördert. Als besonderes Präsent erhielten die Ausbildungspaten eine künstlerisch gestaltete Gießkanne des Beuys-Schülers Felix Droese.

