RE. Gerade Kinder und Jugendliche merken: Fernsehen ist so ungefähr das langweiligste Medium dass es gibt. Entsperchend sinkt der Fernsehkonsum der unter 20-Jährigen. Das Internet ist längst dabei, die Flimmerkisten abzulösen – aber auch Bücher stehen bei den Jungen hoch im Kurs, der Erfolg des SommerLeseClubs der Kinder-und Jugendbücherei Recklinghausen hat alle Erwartungen weit übertroffen. Über 160 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren und damit mehr als doppelt so viele wie im letzten Jahr haben sich für den Club angemeldet und weit über 500 Bücher entliehen.
Einige Teilnehmer haben das Ziel, das Zertifikat über die Teilnahme am SommerLeseClub zu erhalten, schon erreicht. Weil sie bereits mehr als drei Bücher ausgeliehen und per Interview nachgewiesen haben, dass sie die Bücher auch wirklich gelesen haben.
Die Idee zum SommerLeseClub stammt aus den USA. Sie wurde von der Briloner Bibliothekarin Ute Hachmann nach Deutschland gebracht und vom Kulturbüro Gütersloh organisiert, mit dem auch die Stadt Recklinghausen zusammenarbeitet. Kinder und Jugendliche von der 5. bis zur 10. Klasse können sich an der Aktion beteiligen. Bevor die Bücher abgegeben werden, machen die jungen Leser ein kurzes Interview mit dem Bibliothekspersonal und erzählen kurz den Inhalt des gelesenen Buches.
Die Interviews werden dann im „Leselogbuch“ festgehalten. Für die Teilnahme wird ein Zertifikat ausgestellt, das im nächsten Schulzeugnis von den teilnehmenden Schulen als außerschulische Leistung erwähnt wird. Trotz des großen Erfolges freut sich die Bücherei noch auf weitere neue Anmeldungen zum SommerLeseClub! Einzige Bedingung ist es, Mitglied der Stadtbücherei Recklinghausen zu sein – oder es noch ganz schnell zu werden.

