
Vest (mc). Nicht beschaulich, sondern rustikal geht es am Pfingstmontag im Kreis zu. Zum Mühlentag laden zahlreiche Mühlen im Vest ein.
So wird die Wassermühle in Alt-Marl ihren Betrieb aufnehmen. Um 11 Uhr werden die Gäste durch die Mühlradsinger musikalisch eingestimmt. Danach heißt es „Wasser marsch“. Zehn Zentner Frentroper Korn von Landwirt Hermann Leineweber passieren dann den Weg durch die schweren Mahlsteine. Weberinnen kann ebenso über die Schultern geschaut werden wie dem Schmied, der Pferden ein paar neue „Schuhe“ verpasst sowie dem Drechsler und dem Schreiner.
Ebenfalls beteiligt ist die Tüshaus Mühle in Dorsten-Deuten. In der Zeit von 10 bis 19 Uhr kann die Wassermühle besichtigt werden. Führungen erklären die Arbeitsweise. Zudem können Mühlenprodukte gekauft werden.
Von 10 bis 18 Uhr ist auch an der Rhader Wassermühle Programm angesagt. Der Schrot-Mahlgang wird in Betrieb genommen und Korn gemahlen. Zur Besichtigung sind Gäste herzlich eingeladen.
Traditionell beteiligt sich auch der Heimatverein Sythen wieder am „Deutschen Mühlentag“, der immer am Pfingstmontag stattfindet, also jetzt am 12. Mai, und öffnet dafür die von ihm unterhaltene Sythener Wassermühle, die am Stockwieser Damm zwischen Schloss Sythen und dem Hotel Sythener Flora, rund 150 Meter vom Bahnhof Sythen entfernt liegt. „Der Mühlentag wird wieder so stattfinden wie im letzten Jahr“, sagt Steffi Schlüter, die Zweite Vorsitzende des Heimatvereins Sythen auf Anfrage. „Auf Wunsch gibt's auch wieder Führungen durch die Mühle.“ Die Öffnungszeit ist von 11 bis 17 Uhr. Hungern und dursten braucht auch niemand, denn Schnittchen und Getränke sind reichlich vorhanden. Für den guten Ton sorgt wiederum in bewährter Manier die Blaskapelle des Heimatvereins. -reik-

