
Datteln (om). Der Bürgerschützenverein Horneburg trauert um seinen Ex-König und Ehren-Geschäftsführer Theo Hentrich. Der verdiente Schützenbruder verstarb am 26. April im Alter von 86 Jahren. Die Vereinsmitglieder geben dem Verstorbenen das letzte Geleit. Das Seelenamt ist am heutigen Samstag um 11 Uhr in der Kirche St. Maria Magdalena. Von dort aus erfolgt die Urnenbeisetzung auf dem Horneburger Friedhof.
Eigentlich wollte Theo Hentrich, bis 1982 Leiter der Heimstatt Meckinghoven, seinen Ruhestand in Niedersachsen auf dem Lande verbringen. Doch dann entschied er sich für den Alterssitz Horneburg. Aus dem Ruhestand wurde ein Unruhestand, der von vielfältigem ehrenamtlichen Engagement geprägt war.
Hentrich wurde am 10. August 1921 in Castrop-Rauxel geboren. Nach Aus-und Fortbildung leitete er von 1955 bis 1967 das neu eröffnete Pestalozzidorf der Zeche Erin in Castrop-Rauxel. Wegen dessen Schließung zu Beginn der sich abzeichnenden Bergbaukrise wechselte der Pädagoge zum Martinistift in Appelhülsen. Nach vierjähriger Tätigkeit im Münsterland übernahm er am 1971 die Leitung der Heimstatt Meckinghoven.
Nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand 1982 legte der Rentner Theo Hentrich die Hände nicht in den Schoß: Von 1984 bis 1989 arbeitete er im Horneburger Pfarrgemeinderat St. Maria Magdalena mit. Seit 1985 setzte er sich als Geschäftsführer des Bürgerschützenvereins und als Vorstandsmitglied des Caritasverbandes Datteln ein, von 1986 bis 1988 leitete er das Kuratorium des Altenheims „Ludgerushaus“ in Meckinghoven und managte in dieser Zeit einen Umbau und eine Renovierung des Hauses.
Beim Horneburger Schützenfest 1987 schoss Theo Hentrich den Vogel ab und stand bis 1990 als Theo I. zusammen mit Gerda I. (Winkler) an der Spitze des Schützenstaates.
Für sein ehrenamtliches Engagement erhielt Theo Hentrich zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen: Schon 1983 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, im Februar 1995 ernannte ihn das Horneburger Blasorchester, in dessen Förderverein er im Vorstand mitarbeitete, zum Ehrenmitglied. 1998 verlieh der BSV ihm den Titel „Ehren-Geschäftsführer“. Schließlich wurden seine umfangreichen Verdienste im Dezember 2000 mit dem Ehrenzeichen in Gold des Deutschen Caritas-Verbandes gewürdigt.

