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Die Chinesen wollen etwas „Repräsentatives“

Marl (eib). Gut möglich, dass es zu den Olympischen Spiel auch etwas Chinesisches in Marl zu sehen gibt. Denn die Asiaten wollen ganz schnell mit dem Großhandelszentrum an der Herzlia Allee beginnen. Die Pläne für den 300 Meter langen und 60 Meter tiefen Eingangsbereich liegen schon vor und passen zum bestehenden Bebauungsplan.

Am Donnerstagnachmittag tagte erstmals der Lenkungsausschuss, der das Groß-Projekt begleiten soll. Vorsitzender wurde Werner Arndt (SPD). Der Ausschuss soll sicherstellen, dass hinter dem Rücken der Bevölkerung keine „Geheimverhandlungen“ stattfinden. Und er erfuhr den aktuellen Stand.

Danach soll hinter dem (maximal zweieinhalbgeschossigen) repräsentativen Eingangsbereich zwischen McDonald«s und Cafe del Sol eine Gebäudekomplex entstehen, der wohl etwas höher wird – auf keinen Fall aber 10-geschossig, wie schon spekuliert. Über diesen Komplex ist aber noch nichts bekannt. Er wird 4 ha Grundfläche brauchen, die aber nicht in der Hand der Stadt ist. Die Eigentümer sind zum Verkauf bereit. Allerdings wird dann die hier ursprünglich mal geplante Wohnbebauung nicht mehr möglich sein.

Wo die Chinesen einmal wohnen werden, das lässt sich nicht absehen. Vermutlich haben sie ein Interesse daran, zusammen zu wohnen – wie es auch die Europäer machen, die in China arbeiten.

Abgesehen von den Geschäftsführern der 200 Firmen werden die Mitarbeiter Deutsche sein. Inzwischen gebe es bereits Interesse auch von europäischen Firmen. Ohnehin sei das Interesse von Unternehmen an Marl erwacht, die sich noch nie um diese Stadt gekümmert hätten, so Bürgermeisterin Uta Heinrich.

Für den Bau werde eine Firma gegründet, die in Marl ihren Sitz haben werde (und hier auch Steuern zahlt). Verträge gebe es – natürlich – noch keine. Denn die müssten ja vom Rat erst abgesegnet werden. Bedenken, dass Bürgereinwände das Projekt stoppen könnten, hat die Verwaltung überhaupt nicht: Es werde nur das gemacht, was der Rat beschließt, es gibt keine unmittelbaren Nachbarn, die betroffen sind, und alle Klageversuche hätten ohnehin keine aufschiebende Wirkung.

In Kürze will die Bürgermeisterin zu einer Informationsveranstaltung ins Rathaus einladen, alle Pläne präsentieren und alle Fragen beantworten.

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