Werbe hier
Veröffentlicht in

Impulse für die Region durch Digitalisierung und starken Mittelstand

Marler Wirtschaftsempfang: Verlässliche Rahmenbedingungen für Industrie und Mittelstand standen im Focus

width=800Bild: In der La-Victoria-Eventhalle fand in diesem Jahr der gut besuchte Wirtschaftsempfang statt.

Marl. Rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung fanden den Weg zum diesjährigen Wirtschaftsempfang, zu dem die Stadt Marl gemeinsam mit dem Wirtschaftsclub und seiner Vorsitzenden Uta Heinrich in die Eventhalle La Victoria in Hüls eingeladen hatten. In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Thema „Impulse für die Region: Marler Wirtschaftsempfang setzt auf Digitalisierung und starken Mittelstand“.

Mit dem Wirtschaftsempfang vertieften der Wirtschaftsclub Marl und die Stadt Marl einmal mehr den Dialog mit den vor Ort engagierten Unternehmen. So gab es einen intensiven Meinungsaustausch zur wirtschaftlichen Lage in Marl und über die Zukunft der Region.

Industrielle Kompetenz und engagierte Unternehmen

Bürgermeister Thomas Terhorst betonte in seiner Ansprache, dass Transformation dort besonders gut gelingt, wo wirtschaftliche Erfahrung, technologische Offenheit und kommunale Verantwortung zusammenkommen. Marl bringe dafür viel mit: „Wir verfügen über industrielle Kompetenz, über engagierte Unternehmen, über qualifizierte Beschäftigte und über eine Lage, die uns eng mit dem gesamten Ruhrgebiet verbindet.“

Fünf Milliarden Euro Umsatz

Terhorst wie darauf hin, dass laut IT.NRW nahezu die Hälfte des gesamten Industrieumsatzes des Kreises Recklinghausen aktuell in Marl erwirtschaftet. „Das sind mehr als fünf Milliarden Euro in unserer Stadt. Das macht deutlich, welchen Stellenwert insbesondere die Chemieindustrie hat.“ Deshalb richtete der Bürgermeister den dringenden Appell in Richtung Landes- und Bundesregierung, unter anderem bezahlbare Energiepreise, eine verlängerte kostenlose Zuteilung von CO₂-Zertifikaten für einen Übergangszeitraum und pragmatische Rahmenbedingungen z. B. für Wasserstoff zu gewährleisten. Denn nur so könne Marl so erfolgreiche Neuansiedlungen wie zuletzt die von Thalia auch in Zukunft zu realisieren.


Bild: Prominent besucht war der diesjährige Wirtschaftsempfang. Das Bild zeigt: (v. l.) Landrat Bodo Klimpel, Moderatorin Susanne Ratzenberger, Bürgermeister Thomas Terhorst und die Parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann.

Chemieindustrie und Mittelstand hängen zusammen

Die Vorsitzende des Wirtschaftsclubs Uta Heinrich machte noch einmal deutlich, wie unmittelbar das Schicksal der Chemieindustrie mit dem Schicksal des Mittelstandes verbunden ist. „Leider entscheiden sich immer mehr Unternehmen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern. Das muss uns Sorgen machen. Denn geht industrielle Wertschöpfung verloren, fehlen auch Gewerbesteuern für den finanziellen Handlungsspielraum der Kommune“, sagt sie.

Hauptreferentin aus Berlin

Als Hauptreferentin des Abends hatten Stadt und Wirtschaftsclub Gitta Connemann gewinnen können. Die Juristin und Bundestagsabgeordnete ist Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion und kennt Marl bereits aus ihrer Zeit als Leistungsschwimmerin durch einen Sportleraustausch auf Vereinsebene.

„Um Deutschland nach vorne zu bringen und wettbewerbsfähig zu sein, brauchen die Unternehmen keine Geschenke oder Zuschüsse aus Berlin, sondern faire Rahmenbedingungen. Und da hat die Bundesregierung erste Schritte getan. Es ist gelungen, endlich nach vielen Jahren der Diskussion einen Industriestrompreis einzuführen“, so Gitta Connemann. Trotz aller Kritik aus anderen Wirtschaftszweigen sehe sie diese Entscheidung als gerecht an. Denn Deutschland war und ist Industrieland und müsse es auch bleiben. „Ansonsten fällt auch der Mittelstand wie in einer Dominoreihe um“, so Connemann.

Musikalischer Rahmen mit „MARLissimo“

Für den passenden musikalischen Rahmen des Abends hatte das Duo „MARLissimo“ mit Jana Emmrich am Klavier sowie Christos Kazaglis am Violoncello und Elias Martens (Klavier) gesorgt – das Repertoire reichte von Filmmusik aus Schindlers Liste bis zum Abba-Medley.

Werbe hier