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Zentraler Betriebshof nimmt Tätigkeit auf

Marl. Die ersten „Kunden“ waren schon da und mussten wieder weggeschickt werden: Der Zentrale Betriebshof (ZBH) an der Zechenstraße ist fertig, fast fertig: Erst ab dem 7. Juni können Müll und Wertstoffe an der hochmodernen Laderampe abgeliefert werden. Noch laufen die Umzugsarbeiten.

11,8 Millionen Euro hat der Komplex in eleganter Schlichtheit gekostet, 220 Mitarbeiter insbesondere von Riegestraße, Brassertstraße und Sickingmühler Straße ziehen derzeit um, am Donnerstag traf man sich bei Würstchen (gesponsert vom Bürgermeister) unter dem 4300 Quadratmeter großen Freidach.

1999 war der ZBH als eigenständiger Betrieb gegründet worden und hat sich bewährt (anders als der gleichzeitig gegründete Immobilienbetrieb, der wegen Erfolglosigkeit inzwischen wieder abgewickelt wurde). 2007 begannen die Planungen für einen Neubau. Zeit und Kosten blieben im Rahmen, wenn man von den Problemen der überraschend vorgefundenen Kohleschlämme absieht.

Anlaufstelle für Mitarbeiter und Ratsuchende ist jetzt das Verwaltungsgebäude am Eingang mit 24 Büros und Pausenraum. Die interessante Anlaufstelle für die Bürger aber ist der Wertstoffhof, dessen Eröffnung noch eine Woche warten muss.

Alles andere ist (im Prinzip) fertig: Die Solaranlage für die Warmwasserversorgung. Die vier 20-Kubikmeter-Zisternen für Regenwasser, mit dem die Fahrzeuge gewaschen werden. Die zwei 19 Meter hohen Salzsilos mit je 200 Kubikmeter Fassungsvermögen. Der Unterstand für 100 Fahrzeuge. Die Werkstätten (in denen auch Feuerwehrautos repariert werden können), die Remise und die Schüttgutboxen (für Materialien des Straßenbaus, ein „Schlammplatz“ und eine Stellfläche für Container.

Offiziell eigeweiht wird alles am 12. Juni mit einem Tag der offenen Tür von 10 bis 16 Uhr.

Es gibt das Innere von Müllfahrzeugen zu sehen, die Funktion von Kehrmaschinen wird vorgeführt, die Feuerwehr zeigt Übungen, die Dekra (der Nachbar von Gegenüber) zeigt ihre beiden zweirädrigen Elektrofahrzeuge, die Verbraucherzentrale informiert, der Förderverein der Brasserter Glück-auf-Schule bietet Waffeln, Kuchen und Kaffee. Und mit dem Hubsteiger kann man das 36.000 Quadratmeter große Gelände von oben sehen.

Alles wirkt sehr großzügig auf Besucher, die Nutzer sehen das nicht so: Schon beim Einzug habe sich gezeigt, dass ganz schön knapp gerechnet wurde.

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