
Herten (mc). Dass ihr Opa ein Junggebliebener ist, merkt Pia Schubert immer dann, wenn der rüstige Rentner noch vor ihr am Fußballplatz angekommen ist. Dabei ist sie mit dem Auto unterwegs, Eduard Bethke mit dem Fahrrad. Das hat die 15-Jährige auch dazu bewogen, ihren Großvater zum Fahrradfahrer des Monats April vorzuschlagen. Jetzt konnten Lydia Schäfers und Irja Hönekopp vom Projektteam “Fahrradfreundliche Stadt Herten“ Großvater und Enkelin auch ihre Dankeschön-Geschenke überreichen. “Mein Ziel ist es, jeden Tag mindesten zehn Kilometer zu schaffen“, erklärt der 62-Jährige, der erst spät zu seinem Fahrrad kam. “Als Kind hatten wir kein Geld für ein Fahrrad und dann war ich mit Fußballspielen so ausgelastet, dass ich gar nicht dazu kam.“ Wenn es nach ihm ginge, hätten er und seine Frau Annegret kein Auto. “Ich bin schneller am Ziel, brauche mir um den Parkplatz keinen Kopf zu machen und schon gar nicht über Parkgebühren“, lacht Opa Bethke. Die Leidenschaft für das Zweirad hat er über seine Tochter ??? auch seinen Enkeln Pia und Jan vererbt. Selbst Oma Annegret fährt mindestens zweimal im Jahr zu ihrer Tochter nach Dorsten mit dem Drahtesel. Ziel ist es, am Ende des Jahres 5.000 Kilometer auf dem Zähler zu haben.
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