Haltern. Bürgermeister Bodo Klimpel ist schwer verärgert: Die Kassenärztliche Vereinigung geht nicht auf die Argumente ein, die Haltern gegen die Notfalldienst-Reform (das Sonntagsblatt berichtete) vorträgt.
Er gebe sein Unverständnis zum Ausdruck, so Klimpel, dass die Kassenärztliche Vereinigung seine Schreiben nur zur Kenntnis nehme, „ohne sich ernsthaft mit den von mir vorgetragenen Argumenten zu beschäftigen“.
Der Bürgermeister verweist auf eine Aktion, die mehr als 6.000 Unterschriften gegen die beabsichtigte Reform zusammengebracht habe, obwohl diese nur von einer Wählergemeinschaft initiiert wurde.
Das Kernargument der Reform, nämlich der bereits bestehende bzw. absehbare Ärztemangel sei für Haltern am See nicht stichhaltig. „Es gibt auf absehbare Zeit keinen (Haus-)Ärztemangel, aktuell werden sogar neue Zulassungen verweigert.“
„Dies, die große Sorge der Halterner Bevölkerung, der einhellige Wille der Halterner Politik und die Bereitschaft der Halterner Ärzte und des Halterner Krankenhauses zur Mitarbeit an einer ,Halterner Lösung» veranlassen mich nochmals, die dringende Bitte an Sie zu richten, Ihre Entscheidung zu überdenken.“

