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Lippetorcenter hat nur noch drei Mieter

Dorsten. Schwupps – jetzt sind es nur noch zwei: Dem Lippetor-Center gehen die letzten Mieter verloren.

Zu Jahresbeginn 2010 knallten die Kündigungen, weil die stadteigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft WinDor als Untervermieter ausstieg. Deshalb wurde dem Veranstaltungs-Organisator Intervent gekündigt (er zieht in die Ursulastraße um). Gekündigt wurde auch dem Irish Pub im Untergeschoss, dessen Wirt seit drei Jahren das Lokal betrieb.

Conti-Park hat die Parkscheinautomaten abgebaut, so dass Autofahrer zumindest am Rande von der Lippetor-Pleite profitieren.

Die Post wird im Juni die Segel streichen und den Standort in Marl stärken. Im Marler Stern soll eine Filiale neu eröffnet werden. In Dorsten wird nach einem Partner für eine Filiale gesucht, der Leistungsumfang muss dann abgesprochen werden.

Auch wenn sich kaum noch ein Besucher in das dreigeschossige Gebäude verirrt, so konnte von „schmuddelig“ bislang überhaupt keine Rede sein. Täglich wird fleißig geputzt, sogar die Rolltreppe wird regelmäßig gewartet, berichten Mieter. Auch wenn sie längst stillgelegt ist.

Drei Mieter bleiben derzeit noch: Der Billig-Textiler Kik, ein Eiscafé und eine Reinigung.

Die Stadt hofft, dass die neuerliche Entwicklung noch mehr Druck auf die Sachsenbank (als Eigentümer) macht. Vor einem halben Jahr war ein Versteigerungstermin für das Gebäude geplatzt, weil es keinen Bieter gab. Angeblich wurde mit Interessenten verhandelt. Eine Entscheidung war schon mehrfach angekündigt worden.

Ob dort ein neues Einkaufszentrum entsteht, ist damit weiterhin unklar. Bürgermeister Lambert Lütkenhorst schließt nicht aus, dass man die Fläche nicht doch noch dem Media Markt als Standort schmackhaft machen kann.

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