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Trotz der Krise überall feiern wir doch Karneval

Dorsten. Trotz des enormen Aufwandes: Es gibt wieder einen Rosenmontagsumzug von der Eissporthalle über die Hardt bis zur Volksbank. Aber Dorstens Lustigkeit ist ein hartes Geschäft.

Der Jubel der rund 5000 Jecken am Wegesrand hielt sich im vergangenen Jahr in Grenzen. Die Bilanz der Organisatoren war auch nicht von Jubel begleitet. Knackpunkt der Spaß-Veranstaltung: Geld.

So fand sich bereits zum Auftakt der neuen Narrensaison kein neues Stadt-Prinzenpaar. Auf die Schnelle sprang das alte Paar noch einmal kurzfristig ein: Brigitte Salzburg und Edgar Demberg machen weiter. Einige mussten in die Tasche greifen, um das Paar zu unterstützen. Inzwischen haben die Tollitäten schon etliche Termine hinter sich.

Den wichtigsten haben sie noch vor sich: Den Rosenmontagszug am 15. Februar. Die reinen Kosten hat der Vorsitzende des Festkomitees Dorstener Karneval (FDK), Bodo Kamman, auf mindestens 8.000 Euro berechnet. Den Kosten für Gema, Haftpflicht oder Absperrung standen sinkende Sponsorengelder gegenüber. So dass der Zug lange nicht gesichert war. Auch die Stadt kann finanziell nicht aushelfen (sie hat je selber nur Defizite). Immerhin konnte der Bürgermeister als Vermittler einspringen.

Wie immer müssen die Vereine ihre Wagen selber finanzieren. Dazu gehört natürlich auch die Ausstattung mit Kamelle. Der Prinzenwagen verbrauchte davon im letzten Jahr 300 Kilogramm.

Alkohol als Spaß-Verstärker wird es nirgendwo geben. Weder auf den Festwagen, noch an der Strecke, noch am Ende. Nicht einmal eine Abschlussveranstaltung ist vorgesehen.

Zugverlauf: Start (14:11 Uhr) an der Eissporthalle, Crawleystraße, Borkener Straße, Westwall, Klosterstraße, im Kreisverkehr auf die Hafenstraße, von dort links auf die Gahlener Straße bis zur Volksbank, dort Auflösung des Zuges wie in den Vorjahren.

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