Fröhliches Schneetreiben: Weiße Pracht lockt Mensch und Tier ins Freie

Familienausflug im Neuschnee. Gemeinsam bauten Till, Lara, Janina und Manuel einen schönen Schneemann.
Vest (dug). Mit heftigem Schneefall und heftigen Böen hat Tief „Daisy“ am Wochenende vor allem in Norddeutschland für Behinderungen auf Straßen und Schienen gesorgt. In Nordrhein-Westfalen blieb das vorhergesagte Chaos glücklicherweise aus. Einige Unfälle gingen glimpflich aus, es blieb überwiegend bei Blechschäden. Die Innenstädte waren am Samstag allerdings teilweise gähnend leer, die Verbraucher zogen es vor, im Warmen zu bleiben. Der Neuschnee hat auch seine schönen Seiten. Nachdem der Wind ein wenig nachgelassen hatte, konnte man bei einem Spaziergang die weiße Pracht genießen – ein Spaß für die ganze Familie.
Ganz anders in Mecklenburg-Vorpommern. Dort gerieten auf der Autobahn 20 nahe Greifswald mehrere Lastwagen ins Schleudern und blockierten die Fahrbahn. Es kam zu einem acht Kilometer langen Stau. Rund 170 Autofahrer mussten mehrere Stunden bei eisigen Temperaturen in ihren Wagen verbringen, teilte die Polizei mit.
Im Kreis Recklinghausen kam am Samstag ein Transporter mit Sommerreifen in Schleudern und krachte in den Gegenverkehr (hier mehr dazu). Bereits am Donnerstag war in Bottrop ein mit acht Personen besetzter Linienbus auf glatter Straße gegen eine Laterne geprallt (wir berichteten)

In Dorsten-Lembeck ereignete sich am Samstag Abend auf der Rekener Strasse ein Wildunfall, bei dem zunächst ein Reh gegen den Pkw eines 33-jährigen Mannes aus Dülmen lief, der Fahrer landete bei dem Versuch auszuweichen, auf der glatten und mit Schnee bedeckten Fahrbahn mit seinem Audi A 6 an einem Straßenbaum (Bild oben).
Bei dichtem Schneetreiben bleiben Innenstädte leer

Am Samstagnachmittag herrschte dichtes Schneetreiben. Nur wenige Passanten liefen dick eingemummelt bei Temperaturen um minus zwei Grad draußen herum, wie hier in der Dorstener Innenstadt.

Für seinen üblichen morgendlichen Spaziergang legte Manfred Grosche an diesem verschneiten Sonntag seine Langlaufski an. Diese musste er aber zuvor aus dem Keller holen, wo sie schon seit Jahren gut verstaut auf diesen Einsatz warteten. In früheren Jahren ist er regelmäßig in den Urlaub zum Langlauf gefahren, doch heute gab es eine Premiere. Direkt vor der eigenen Haustür lag seit Jahren erstmals wieder genügend Schnee, um diesen Sport zu betreiben.
Streudienste hatten alle Hände voll zu tun

Vor allem am Samstag hatten die Streudienste mit einer dichten Schneedecke auf den Fahrbahnen zu kämpfen. Das Bild zeigt einen Streuwagen des Kreises Recklinghausen, der auf den Kreisstraßen seine Runden drehte und es zunächst nicht schaffte die Fahrbahnen vom Schnee frei zu halten.

Bevor man seinen Pkw bewegen konnte, musste erst einmal die zentimeterdicke Schneeschicht vom Wagen entfernt werden.

Auch Schneeschaufeln gehörte zu den weniger attraktiven Aktivitäten im Freien.
Weiße Pracht lockt Mensch und Tier ins Freie
Der Neuschnee hat auch seine schönen Seiten. Nachdem der Wind am Nachmittag ein wenig nachgelassen hatte, machten sich so manche Spaziergänger auf und gingen in die Natur, um die weiße Pracht zu genießen.

Auch so manches Tier hatte seinen Spaß im Schnee. Voller Freude jagte Hund Fina dem von Frauchen geworfenen Ball nach.
Fotos: Bludau

