
Marl. Im Loemühlenbach wurde durch Unbekannte ein künstlicher Staudamm errichtet – nicht zum ersten Mal. Bei dieser eigenmächtigen Veränderung handelt es sich um einen erheblichen Eingriff in das natürliche Bachbett und die Gewässerökologie. Die Stadt Marl weist ausdrücklich darauf hin, dass dies auch aus rechtlicher Sicht nicht gestattet ist.
Steine und Äste gehören nicht in den Bach
Deshalb bittet die Stadt Spaziergänger sowie Anwohner darum, entsprechende Veränderungen am Bach zu melden und von einer eigenen Beseitigung abzusehen. Der Zustand wird fachlich überprüft und der künstliche Aufstau beseitigt. Denn durch Steine, Holzstücke, Äste und teilweise größere Baumstämme, die ins Bachbett gelegt wurden, wird der natürliche Abfluss des Baches erheblich verändert und ein großer Teil des Wassers unmittelbar in den Loemühlenteich geleitet. Die Stauung wurde vermutlich mit guter Absicht zur Erhöhung des Wasserspiegels des Loemühlenteichs errichtet, schadet aber letztendlich dem gesamten Ökosystem und vor allem dem Loemühlenbach.
Weniger Wasser für Tiere und Pflanzen
Besonders problematisch ist in dem Zusammenhang, dass dem Bach unterhalb der Aufstauung dadurch deutlich weniger Wasser zur Verfügung steht. Für die im Bach lebenden Tiere und Pflanzen kann dies erhebliche Folgen haben. Sinkt die Wasserführung, werden Lebensräume kleiner oder fallen teilweise trocken. Fische, Amphibien, Insektenlarven, Kleinkrebse und zahlreiche weitere Wasserorganismen verlieren dadurch ihren Lebensraum oder werden auf immer kleinere Wasserbereiche zurückgedrängt.

