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23 Kilometer Pipeline durch das Vest

Vest. Große Erdwälle, davor eine 30 Meter breite Trasse. Zwischendrin Rohre und Maschinen. So sieht es derzeit in Oer-Erkenschwick, Recklinghausen, aber auch in Herten aus. Thyssengas baut eine 23 Kilometer lange sogenannte Erdgas ­Transport ­Leitung zur Versorgung einer Gas-und Dampfturbinenanlage (GuD) am Kraftwerksstandort der STEAG in Herne quer durch den Kreis Recklinghausen.

Diese GuD-Anlage wird laut Thyssengas die Region mit umweltschonender Fernwärme und Energie versorgen. Die Gasversorgung wird über die neue Pipeline erfolgen, die von Datteln bis Herne verlegt wird, vorzugsweise auf landwirtschaftlichen Flächen.

Die größten Aktivitäten sind derzeit im Norden Recklinghausens zu beobachten. Anfang Mai erfolgte die Anlieferung der 12 bis 18 Meter langen Rohrleitungsstücke auf dem Rohrlagerplatz „Im Stübbenberg“. Weitere Rohrlagerplätze finden sich entlang der 23 Kilometer langen Trasse. Von Recklinghausen aus kommend, wird die Trasse durch Disteln und den Katzenbusch führen und dann am Fuß der Halde Hoheward entlang in Richtung Emscher.

Derzeit werden die Rohre mit 60 Zentimeter Durchmesser auf Holzblöcken verlegt und zusammen geschweißt. Sie sollen später etwa einen Meter tief im Erdreich liegen. Nach Abschluss der Verlegearbeiten wird die Trasse renaturiert. Betroffene Landwirte dürfen ihre Felder dann wieder nutzen.

Die mit 32 Millionen Euro Kosten veranschlagte Gasleitung soll im Jahr 2021 in Betrieb gehen. Pro Stunde sollen dann 150.000 Kubikmeter Gas mit einem Betriebsdruck von 70 bar nach Herne strömen.

Unter www.datteln-herne.de stellt Thyssengas Hintergrundinformationen zur Verfügung. Fotos: Grone

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