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Dorstener Tierheim kämpft um seine Zukunft

Dorsten. Die große Lösung für das Tierheim Dorsten ist vom Tisch. Es gibt kein Geld. Jetzt muss die Einrichtung gar um ihre Existenz bangen. Denn die Stadt Dorsten verhandelt mit dem Marler Tierheim, ob das nicht die städtische Pflichtaufgabe (Fundtiere) preisgünstiger erledigen kann.

50 Jahre lebte das Tierheim bescheiden-unauffällig in Hervest, auffällig wurde es im vergangenen Jahr, als das Veterinäramt vorbei kam und sich über den Zustand beklagte. Architekt und Mitglied Axel Steinau fand: Die Gebäude sind sanierungsbedürftig bis abbruchreif.

Die Nachricht hatte eine überraschende Wirkung. Sie gab dem Verein so richtig Schwung. Plötzlich gab es Ideen für ein Gartencafé und ein Schulungszentrum. Ein neuer Vorstand wurde gewählt, die Mitgliederzahl verdreifachte sich auf 100, Spenden und Eigenleistungen wurden eingesammelt und kräftig Hand angelegt. Die Pläne flossen in das Projekt „Soziale Stadt Hervest“ ein, 250.000 Euro sollte die Neuausrichtung kosten. Alles schien auf dem besten Weg, ein Eröffnungstermin (2013) wurde schon anvisiert.

Nun die Ernüchterung. Das Land streicht die Mittel zusammen, Die Tierheim-Idee blieb auf der Strecke. Doch es geht schon nicht mehr nur um die Landesmittel. Auch die Stadt muss sparen und denkt darüber nach, ob die jährlichen 23.500 Euro Zuschuss nicht zu viel sind für die Betreuung der Fundhunde. Es ist eine Pflichtaufgabe.

Zurzeit verhandelt Dorsten mit dem Marler Tierheim um herauszufinden, ob diese Einrichtung nicht kostengünstiger arbeitet.

In Dorsten werden rund 100 Tiere betreut. Und der Verein will nicht untätig neben der Entwicklung stehen. Wenn schon nicht die große Lösung möglich ist, dann vielleicht eine etwas kleiner. Die Kooperationspartner sollen um Hilfestellung angesprochen werden. An mangelnder Sympathie wird es nicht scheitern, die Besucherzahlen steigen jedenfalls.

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