Dorsten. Die Schwere des Tresors muss nichts über den Wert des Inhaltes aussagen. Diese (schmerzliche) Erkenntnis müssen die Einbrecher gewonnen haben, die in die Pfarrbüros von St. Bonifatius und St. Marien eingebrochen sind und die schweren Stahlschränke stahlen. Als „Belohnung“ gab es kaum mehr als den Inhalt eines Sparschweins.
Die beiden aufgebrochenen Tresore hat in dieser Woche die Bochumer Polizei im Ümminger See in Bochum-Langendreer gefunden.
Am letzten Montag stellten Mitarbeiter des Pfarrbüros St. Bonifatius in Holsterhausen fest, dass der Tresor mit historischen Dokumenten verschwunden war: Die Taufregister seit der Gemeindegründung 1922, Sterberegister, Firmlisten, eine handschriftliche Chronik – alles noch nicht digitalisiert.
Die Bücher wurden gefunden, völlig durchnässt. Schon Weihnachten 2008 hatte ihnen das Löschwasser des Kirchenbrandes zugesetzt.
Bereits in der Nacht zum 9. Mai war der Tresor aus dem Pfarrbüro St. Marien gestohlen worden. Mit nur wenig Verwüstungen, wie die Gemeinde feststellte. Verschwunden waren das Kirchensiegel, ein wenig Botengeld, ein Sparschwein, ein paar Münzen. Denn das Geld geht immer direkt an die Bank. Und wichtige Dokumente hatte man in St. Marien nicht im Tresor aufbewahrt.
Mehr als die beiden Tresore hat die Polizei übrigens nicht gefunden. Möglicherweise hatten die Täter ja einen Bezug zum Fundort Bochum.

