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Motten, Pilze und Wind richten Schäden an

Marl. Hunderte von Bäumen hat der Wind im letzten Sommer geknickt, jetzt haben Untersuchungen gezeigt, dass auch Motten und Pilze erhebliche Schäden anrichten. Eine ganze Reihe muss nun gefällt werden und hinterlässt teils spürbare Lücken.Betroffen sind beispielsweise Bäume auf dem Alten Friedhof Brassert und an der Jugendbibliothek Türmchen, am Albert-Schweitzer-Geschwister-Scholl-Gymnasium und an der Günther-Eckerland-Realschule.Auf dem Alten Friedhof Brassert müssen einige der alleebildenden Rosskastanien gefällt werden. Sie sind erheblich von der Rosskastanienminimiermotte seit Mitte der 90er Jahre geschädigt worden. Alle Versuche, die Ausbreitung des Schädlings zu verhindern, blieben erfolglos. Außerdem haben weitere Krankheitserreger wie Bakterien und holzzersetzende Pilze die Bäume weiter geschädigt. Baumwurzeln wurden bei Bestattungen geschädigt, Astwunden beim Freischneiden von Zufahrtswegen hinzugefügt. Eine Reihe von Bäumen muss weg, das verändert den Charakter des Parks.Neue sollen nicht gesetzt werden, weil eine Umwandlung des Friedhofs in eine Parkanlage geplant ist. Dafür sollen auch die Wegebeziehungen überlegt werden.Eine weitere deutlich Lücke werden der Wegfall einer alten Buche sowie von Robinien und Götterbäumen in Nachbarschaft zur Kindertagesstätte am Eduard-Weitsch-Weg hervorrufen.Weiter Fällungen sind am Gymnasium (Eichen und Buchen) und an der Günther-Eckerland-Realschule (Eichen) erforderlich. Einige Robinien an der Ernst-Immel-Realschule sind bereits gefällt bzw. vorerst stark zurückgeschnitten worden, um kurzfristig die Verkehrssicherheit an der Schule wieder herzustellen.Andererseits pflanzt die Stadt jährlich 600 neue Bäume (aktueller Bestand: rund 44.000). Aufgefüllt wurde zum Beispiel der Hagenbusch, das Regenrückhaltebecken an der Otto-Wels-Straße wurde mit Hecken und Bäumen begrünt.Doch die nächsten Schädlinge stehen schon vor der Tür. Der Eichenprozessionsspinner tritt immer stärker auf. In diesem Jahr will die Stadt vorbeugend arbeiten und die bedrohten Bäume vorab besprühen.

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