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Mehr Pleiten: Der Kreis rutscht in die rote Zone

Vest. Das Pleitenrisiko in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen sinkt – aber nicht im Kreis Recklinghausen. Das hat eine aktuelle Auswertung der Creditreform-Datenbank ergeben. Die Verschlechterung von 3,48 auf 3,5 Prozent (784 Ausfälle auf 22.421 Unternehmen) bedeutet ein Abrutschen in die unterste von sechs Stufen.

784 Firmen sind im vergangenen Jahr durch Haftanordnung, eidesstattliche Versicherung oder Insolvenz vom Markt verschwunden. Mit der Quote von 3,5 Prozent liegt der Kreis deutlich schlechter als NRW (2,52 Prozent) oder Deutschland (2,25 Prozent).

Offenbar sei es besonders schwierig, sich dem Sog der Krise von 2009 zu entziehen, meint Creditreform. „Eine Reihe von regionalen Unternehmen kann auch mit Hilfe des Konjunkturaufschwungs in 2010 keine finanzielle Stabilität erreichen und wird zahlungsunfähig.“

Besonders betroffen ist das Gastgewerbe (7,4 Prozent), das entspricht auch der Lage in NRW (5,41) und Deutschland (4,66 Prozent). Besonders gering ist das Ausfallrisiko bei öffentlichen Verwaltungen/Erziehung und Unterricht (Kreis 1,57 Prozent, Deutschland 0,91).

Und so sieht die „typische Pleite“ aus: Gastgewerbe, Gewerbetrieb, unter 500.000 Euro Jahresumsatz. Dieses ist auch genau die typische Pleitensituation für NRW und die Bundesrepublik.

In diesem Jahr, so Creditreform, könnte der Rückstand zu NRW und Deutschland ein wenig zurückgehen und der Kreis mit 3,44 Prozent (0,06 Punkte Verbesserung) wieder den dunkelroten Bereich verlassen. Für das Land wird eine Verbesserung um 0,05 Punkte erwartet. Die Rohstoffpreisentwicklung, die Inlandsnachfrage, Arbeitskosten und Fachkräftemangel spielen die entscheidenden Rollen.

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