Vest. Am kommenden Dienstag, 9. Dezember, plant die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Warnstreiks im gesamten AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen, schwerpunktmäßig im Kreis Recklinghausen.
Uwe Hildebrandt, Geschäftsführer des AWO Unterbezirkes Münsterland-Recklinghausen, kritisiert, man habe „sehr kurzfristig“ von den Streikplanungen erfahren. Mit Hilfe von Erzieherinnen aus dem Vertretungspool müsse aber kein Kind zu Hause bleiben.
Der Geschäftsführer des AWO Unterbezirkes mit rund 1800 Beschäftigten im Sozial-und Gesundheitswesen beschreibt die Tarifverhandlung mit Verdi als schwierig. „Verdi beharrt auf einer 4,5-prozentigen Gehaltssteigerung. Diese Forderungen sind für uns nicht umsetzbar.“ Gerne würde man mehr Geld zahlen, aber man könne nur das Geld auszahlen, „was wir von anderer Seite refinanziert bekommen, sonst würden wir uns als Träger ruinieren.“ Das Land NRW gewähre beispielsweise für die Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen 1,5 % Gehaltsteigerung. Damit bleibe eine Differenz von 3 Prozentpunkten Gehaltsteigerung, die nicht gedeckt seien. „Bei 900 Beschäftigten allein in unseren rund 70 Kindertageseinrichtungen summiert sich einiges zusammen. Unter Umständen wären wir sogar gezwungen zusätzliches Personal zu streichen, so dass die Personaldecke in unseren Einrichtungen dünner würde. Das kann niemand ernsthaft wollen.“

