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Mordversuch: Motorradgang verwechselte ihr Opfer

Marl (eib). Der versuchte Mord an einem 49-jährigen Marler bleibt weiter ungeklärt – trotz einer großangelegten Aktion der Polizei in Fröndenberg und der Durchsuchung dreier Wohnungen in Dortmund, Herne und Berlin.

Der unglaubliche Vorfall ist mehr als zweieinhalb Jahre her: Ende Mai 2006 fuhr der Marler nachts mit seinem Krad durch Marl-Sinsen, als er von einem Opel Kadett von hinten angefahren wurde. Er stürzte und drei maskierte Männer verletzten den am Boden liegenden mit Baseballschlägern und Messerstichen lebensgefährlich.

Dahinter steckte möglicherweise der Bandenkrieg rivalisierender Motorrad-Gangs, vermutet die Staatsanwaltschaft. Allerdings hatten die Täter ihr Opfer offensichtlich verwechselt.

Das Tatauto, einen Opel Kadett, konnte die Polizei schon kurze Zeit später auffinden. Doch der Motor war kalt. Offenbar hatten die Täter für eine Dublette gesorgt (gleiches Auto, gleiches Kennzeichen). Erst jetzt, zweieinhalb Jahre später, erhielten die Ermittlungsbehörden einen Tipp, wo sich das tatsächliche Tatauto befinden sollte: In einer Industriehalle in Fröndenberg.

Mit großem Aufgebot rückte dort die Polizei aus Recklinghausen an – die örtliche Polizei hatte man aus Geheimhaltungsgründen außenvor gelassen. Das Ergebnis war enttäuschend: Das Auto wurde nicht gefunden.

Zugleich durchsuchte die Polizei drei Wohnungen in Berlin, Herne und Dortmund und stellte Beweismittel sicher. Erste Erkenntnis: Es gibt keine neuen Erkenntnisse.

Nach Recherchen des Sonntagsblattes hatte die Polizei die Tipps von einem Aussteiger aus der Szene bekommen.

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