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Vor zehn Jahren starb Ex-Bürgermeister Henschel

Marl. Vor zehn Jahren, am 18. Januar 1999, verstarb Lothar Hentschel, ehemaliger Bürgermeister von Marl. Zum Gedenken an den Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse trafen sich zahlreiche SPD-Mitglieder, darunter Bürgermeisterkandidat Werner Arndt, Parteivorsitzender Peter Wenzel und Bundestagskandidat Michael Groß, auf dem Friedhof Hochstraße.

„Wir sind heute zusammen gekommen, um einem ganz Großen der Marler Politik zu gedenken“, würdigte Bürgermeisterkandidat Arndt den Verstorbenen. „Weit über die Grenzen der eigenen Partei hinaus genoss Lothar Hentschel in Marl und den Partnerstädten Ansehen und Respekt.“ Von 1984 bis 1995 setzte sich Hentschel als Bürgermeister vorbildlich für das Wohl seiner Mitmenschen und für die Erhaltung der Lebensqualität in der Stadt ein, so die Genossen, und pflegte die Beziehungen zu Vereinen und Verbänden. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt verlieh ihm der Rat die Stadtplakette.

Am 19. Februar 1930 in eine Bergmannsfamilie geboren, begann Hentschel 1944 eine Lehre als Flugzeugelektromechaniker in Leipzig, die er im Ruhrgebiet als Elektroinstallateur abschloss. Selbstverständlich waren für ihn die Mitgliedschaften in der IG Metall und der SPD. Er bekleidete er die unterschiedlichsten Parteiämter und war auch Vorsitzender der SPD Marl. An vorderster Stelle stand für ihn auch im Landtag die Sicherung des Bergbaus und der Erhalt der Arbeitsplätze.

Seine Kraft widmete er auch der Verständigung mit den Nachbarn in Europa und der Aussöhnung mit Israel, die ihm eine Herzensangelegenheit war. Als Vorsitzender der Partnerschaftsvereine Marl-Creil, Marl-Herzlia und Marl-Bitterfeld gelang es ihm, Menschen zusammenzuführen und Freundschaften herzustellen. Bereits vor dem Fall der Mauer baute er partnerschaftliche Beziehungen zur Stadt Bitterfeld auf, die ihm 1996 die Ehrenbürgerschaft verlieh.

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