Recklinghausen (om). Die Mitglieder der Unabhängigen-Bürger-Partei (UBP) wählten jetzt auf einer Mitgliederversammlung ihren neuen Vorstand und machten den 33-jährigen Diplom-Betriebswirt Tobias Köller zum Vorsitzenden. Seine Stllvertreter wurden Christine Hahn (38, Angestellte im Verlagswesen) und Dr. Joachim Seeger (49, Gesamtschullehrer).
Schriftführer ist Daniel Schweitzer (27, Student der Rechtswissenschaften). Der 17-jährige Schüler Andre Hoffmann wurde als Jugendbeauftragter in den Vorstand übernommen – ebenso einstimmig wie alle anderen Wahlen.
Die UBP, die bereits im Dezember ihr Wahlprogramm mit dem Titel „Recklinghausen kann mehr…“ für die Kommunalwahlen verabschiedet hat, geht mit dem Ziel in den Wahlkampf, drittstärkste Fraktion im Stadtrat zu werden. Daher werde sich die UBP auch noch nicht auf eine Koalitionsaussage festlegen, sondern abwarten, mit welcher Partei die meisten Forderungen umzusetzen seien.
Tobias Köller legte in seiner Bewerbungsrede die politischen Hauptthemen fest: Die UBP will Fehlentwicklungen in den Bereichen Sicherheit, Bildung, Finanzen und Integration in Recklinghausen aufzeigen und eigene machbare Zukunftsperspektiven entwickeln. Im Bereich Sicherheit müssten Ordnungsamt und Polizei noch stärker zusammenarbeiten. „Es kann nicht sein, dass es sogar Bereiche in der Stadt gibt, in die sich die Polizei nicht mehr herein traut.“
Die Bildung müsse in der Festspielstadt künftig eine stärkere Akzentuierung erhalten. „Wir unterstützen die Überlegungen von SPD und FDP, in Recklinghausen ein beitragsfreies Kindergartenjahr zu finanzieren.“ Einen „Freibrief für künftige Schulden“, wie ihn Bürgermeister Pantförder in Sachen „Saalbau“ von der „Abnickerallianz“ aus dem Rat erhalten habe, werde es mit der UBP nicht geben.
Auch die verfehlte Integrationspolitik werde sachlich thematisiert. „Wir wollen Probleme aufzeigen, ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden.“ Die UBP will ihre 27 Ratskandidaten am 27. Februar in einer Mitgliederversammlung aufstellen.

