
Marl (mc). Überrascht reagierte Krankenhauspastor Horst Schmidt, weil er für sein 40-jähriges Dienstjubiläum geehrte wurde. Daran hatte der bescheidene Kirchenmann gar nicht gedacht. Insgesamt 35 Jahre davon verbrachte er als Krankenhausseelsorger in den beiden Marler Krankenhäusern. Schon vor 30 Jahren berichtete das Zweite Deutsche Fernsehen im „Gesundheitsmagazin Praxis“ über seine Anleitung „Erste Hilfe für die Seele“. Hier liegt ein Ursprung der Notfallseelsorge, in der Horst Schmidt bis heute tätig ist. Schmidt ist vielfältig tätig: die Begleitung Sterbender und deren Angehörigen, Langzeit-Betreuung von Kranken und Menschen mit Behinderungen, Gestaltung von Gottesdiensten, Abendmahlfeiern in der Kapelle und am Krankenbett, Amtshandlungen, Religionsunterricht und Dozententätigkeiten. Der Freundeskreis der Psychoanalytiker sagte in der Laudatio: „Sie haben das Glück der Unscheinbarkeit, dadurch fällt es Ihnen einfach zu, dass Ihnen die Mitmenschen bewusst oder unbewusst das wahre Gesicht zeigen und Sie in den Kern ihrer Seele hineinfinden.“

