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Wenn die Lichterkette erstmal Feuer fängt…

Vest. Lichterketten sind in der Advents-und Weihnachtszeit ein beliebtes Dekorationsmittel. Egal ob glitzernde Sterne, leuchtende Weihnachtsmänner, strahlende Engelchen oder einfach nur kleine Lämpchen, die Ketten sind in nahezu allen Variationen und Farben erhältlich. Sie lassen den Adventsschmuck strahlen und den Weihnachtsbaum funkeln. Wer in diesen Tagen diese elektrischen Stimmungsmacher kauft, oder auch die Vorjahrsmodelle wieder aus dem Keller holt, sollte aber vorsichtig sein: Der stellvertretende Kreisbrandmeister Josef Dehling mahnt, dass so manche „Lichterkette im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich ist! Dies belegen auch aktuelle Untersuchungen des TÜV Rheinland.“

Bei elektrischen Kerzen sollte unbedingt auf Qualität geachtet werden. 34 von 42 Lichterketten, die bis zu fünf Euro kosteten, waren nach Angaben der TÜV-Experten mangelhaft (www.tuv.com/de/news_pressegespraech_lichterketten.html?lan=1). Einzelne elektrische Minilichterketten hätten aufgrund einer unzulässigen Hitzeentwicklung von bis zu 359 Grad Celsius Brände verursachen können. Daher sollte das „GS-Zeichen“ (Geprüfte Sicherheit) vorhanden sein. Bei Außenlichterketten, die Wassergeschützt sein müssen, darf zusätzlich die Kennzeichnung „IP 44“ nicht fehlen.

„Eingeschaltete Lichterketten sollten nie unbeobachtet bleiben. Insbesondere, wenn sie im Gebäude eingesetzt werden“, empfiehlt Josef Dehling. Dies gelte auch für Ketten mit moderner Leuchtdioden-Technik. Sie hätten sich in den Tests zwar insgesamt als sichererer als herkömmliche Lampen erwiesen. Dennoch könnten auch hier letzte Gefahren nicht ausgeschlossen werden. Neben der höheren Sicherheit weisen Leuchtdioden-Lichterketten einen bis zu 90 Prozent niedrigeren Energieverbrauch auf.

Gerade wenn Kinder im Haushalt leben, sollten Lichterketten verwendet werden, die über einen Transformator betrieben werden. Dieser wandelt die gefährliche Haushaltsspannung von 230 Volt in Kleinspannung (24 Volt) um. Sollte jemand die spannungsführenden Teile (offene Isolierung, offene Lampeneinfassung) berühren, kann so die Gefahr eines lebensgefährlichen Stromschlags verringert werden.

Sofern „Vorjahresmodelle“ aus dem Keller oder vom Dachboden geholt werden, sollten die Kabel kontrolliert werden. Ineinander verknotete Ketten werden beim Entwirren leicht beschädigt. „Dies kann eine Ursache von Kabelbränden sein“, so Vize-Kreisbrandmeister Dehling. Die häufigsten Ursachen für einen Brand in der Advents-und Weihnachtszeit seien in der Regel jedoch immer noch Adventskränze oder der Tannenbaum mit ihren brennenden Kerzen. „Diese dürfen niemals ohne Aufsicht sein.“

Wenn es dennoch brennt und keine Eigengefährdung besteht, sollte zunächst versucht werden, die Flammen zu löschen. Hier ist es hilfreich, einen Eimer mit Wasser oder einen mit Wasser gefüllten Feuerlöscher bereit zu halten. Ist es nicht mehr gefahrlos möglich, das Feuer zu löschen, ist möglichst die Tür zu dem Brandraum, mindestens aber nach dem Verlassen der Wohnung die Wohnungstür zu schließen – und natürlich die Feuerwehr über die Notrufnummer 112 zu alarmieren. „Rauchmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben“, wirbt Dehling nochmals für die kleinen Lebensretter.

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