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Herausforderung für Kunstliebhaber

Dorsten. Bilder der Künstlerin Aviva Shemer aus Haifa/Israel zeigt die aktuelle Wechselausstellung des Jüdischen Museums Westfalen (JMW) in Dorsten. „Tikun“ heißt die Ausstellung, „Zurück zum Ursprung“. Aviva Shemers Werke sind eine Herausforderung für jeden Kunstliebhaber, der die spirituelle Tiefe liebt, die sich in israelischer Kunst widerspiegelt. Sie ist eine vielseitige Malerin, Bildhauerin und Installationskünstlerin.

Tikun ist das hebräische Wort für Reparieren, Heilen, Übertragen, meint aber auch die Erweiterung des Bewusstseins. Zu den dominierenden Farben in Shemers Spektrum zählt das Rot. Entsprechend farbgewaltig sind ihre zum Teil recht großen Gemälde. In ihren Bildern scheint das Licht wie durch ein Netz voller Farben und breitet sich über die ganze Leinwand aus wie die Sonne, die alles durchdringt.

Die Bilderserie „Tikun“ bietet dem Betrachter einen Dialog an zwischen der Materie, dem Sichtbaren, und dem Geist, dem Spirituellen. Die Werke führen den Betrachter zu dem einzigartigen Punkt, von dem aus die Wahrnehmung der Arbeiten durch die Perspektive der jüdischen Mystik möglich wird.

Aviva Shemer ist in Haifa geboren. Neben ihrem Kunststudium studierte sie Kunsttherapie und Jüdische Philosophie. Zudem arbeitet sie als Kuratorin der Modern Art Gallery in Haifa. Die Arbeiten von Aviva Shemer befinden sich an vielen Plätzen in Israel, aber auch im Ausland.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Juli zu sehen. Sie entstand in einer Kooperation mit der „Israelstiftung des Kreises Recklinghausen“ und „Die Brücke. Institut für Internationale Kontakte und Integration, Recklinghausen“.

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