
Herten. Unter dem Motto „Prekäre Beschäftigung – eine tickende Zeitbombe“ führte der Deutsche Gewerkschaftsbund Herten (DGB) jetzt eine Informationsaktion in der Hertener Innenstadt durch. Mit Informationsmaterial und kostenlosen Bockwürstchen sprachen die Gewerkschaftsvertreter mit den Bürgern. „Wir nehmen es nicht hin, dass es in den Betrieben Beschäftigte 1. und 2. Klasse gibt. Deshalb fordern wir: Gleiche Arbeit, gleiches Geld“ so der Hertener DGB-Vorsitzende Harry Czok und kündigte weitere Aktionen zu dem Thema an. Sein Vize Thomas Prinz verwies in diesem Zusammenhang auf die politisch Verantwortlichen in Berlin: „Wir fordern von der Politik, dass die Leiharbeitsbranche in das Entsendegesetz aufgenommen wird, denn immer mehr Firmen nutzen Leiharbeit nicht nur um Auftragsspitzen abzudecken, sondern vermehrt auch um Stammbelegschaften zu ersetzen“. Auch Vorstandsmitglied Manfred Schwierske ist unzufrieden mit der Ausweitung der unsicheren Beschäftigungsverhältnissen: „Fast eine Million Menschen arbeiten heute als Leiharbeiter. Viele von ihnen erhalten ein so niedriges Gehalt, dass sie ergänzend Arbeitslosengeld II beziehen müssen. Das ist ein Skandal, deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, die Fehlentwicklung am Arbeitsmarkt zu korrigieren!“

