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Dorsten. Ein Einkaufsbummel in den Mercaden in Dorsten hat für Christiane W. ein unerwartetes Nachspiel. Die 62-Jährige war gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrem vierjährigen Enkel unterwegs, als es auf der Rolltreppe zu einem dramatischen Vorfall kam.
Laut W. blockierte die Rolltreppe plötzlich kurz vor dem oberen Ende mit einem lauten Knirschen. „Die Stufen haben sich aufgeschoben, und wir mussten sofort nach vorne springen“, berichtet sie gegenüber dem WDR. Alle drei seien unter Schock gestanden. „Ich habe wirklich geweint. Immer wieder habe ich mich gefragt: Was wäre passiert, wenn der Kleine hineingeraten wäre?“

Direkt vor Ort meldete die Dorstenerin den Vorfall bei der Security und hinterließ ihre Kontaktdaten. Doch wenige Tage später erhielt sie Post, die sie sprachlos machte: Der Betreiber der Mercaden fordert 13.000 Euro für die Reparatur der beschädigten Rolltreppe. Begründung: Auf Videoaufnahmen sei zu sehen, dass ein Roller den Schaden verursacht habe.
Christiane W. weist den Vorwurf entschieden zurück. Nach ihrer Aussage habe der Roller ihres Enkels die Rolltreppe niemals berührt. Unterstützung bekommt sie von ihrem Rechtsanwalt Michael Schwankl. Dieser hält die Forderung für zweifelhaft. „Es gibt bisher weder ein Gutachten noch eine detaillierte Reparaturrechnung. Der Betreiber müsste vor Gericht nachweisen, dass ein Anspruch besteht.“

